Corporate Blog: Mit Unternehmensblogs mehr Traffic und neue Kunden im Web gewinnen

Was Sie von diesem Leitfaden erwarten können

Viele Websites sind langweilig. Man findet darauf die üblichen, trockenen Informationen über das Unternehmen und vielleicht ein paar schöne Bilder. Diese Websites bieten jedoch wenig Grund, die Seite regelmäßig zu besuchen. Aus dem gleichen Grund erscheinen diese Seiten bei Google auf den tieferen Rängen und werden daher von potentiellen Kunden erst gar nicht gefunden. Deshalb zeigen wir Ihnen in diesem Leitfaden, wie Sie mit einem Unternehmensblog Ihre Webseite attraktiver gestalten, ein besseres Ranking bei Google erzielen und gleichzeitig Ihre Social Media Präsenz in Schwung bringen.

In diesem E-Book erhalten Sie unter anderem folgende Informationen:

  • Weshalb sollten Sie mit einen Corporate Blog starten?
  • Wie wird ein Unternehmensblog richtig geplant?
  • Welche methodische Vorgehensweise ist effizient und effektiv?
  • Weshalb spielen Keywords eine wichtige Rolle?
  • Wie gewinnen Sie Leser für Ihren Corporate Blog und mehr Traffic für Ihre Webseite

Die Online Marketing Agentur Standout wünscht Ihnen eine spannende Lektüre und einen guten Start mit Ihrem Unternehmensblog!

 

Planen Sie Ihren Corporate Blog

Die hier beschriebene Methode zeigt, wie Unternehmen mit Corporate Blogs (engl. für Unternehmensblogs) ihre Websites attraktiver gestalten können und gleichzeitig ein besseres Ranking bei Google erzielen. Zudem liefern Unternehmensblogs ideale Inhalte zur Bewirtschaftung der eigenen Social Media Präsenzen.

Dies kann auf Kleinbetriebe genauso wie auf Konzerne zutreffen, auf B2B-Betriebe genauso wie auf B2C-Unternehmen. Besonders viel Marketingpotenzial haben Blogs für Unternehmen, die erklärungsbedürftige Produkte verkaufen. Denn diese können ihre Kunden mit den richtigen Bloginhalten Schritt für Schritt durch den Kaufentscheidungsprozess begleiten.

Kleinunternehmen können an der Herausforderung scheitern, genügend Ressourcen für einen Corporate Blog bereitstellen zu können. Denn für die Bewirtschaftung eines erfolgreichen Blogs sind nicht nur wöchentlich mehrere Stunden Zeit erforderlich, sondern auch redaktionelle Fähigkeiten sowie Know-how im modernen Online Marketing gefragt. Sollten diese Ressourcen intern nicht vorhanden sein, können die Aufgaben auch von einer spezialisierten Agentur übernommen werden.

Da die oben beschriebenen Ressourcen für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Methode Voraussetzung sind, richtet sich dieses E-Book eher an fortgeschrittene Marketer, die bereits Erfahrung mit Online Marketing gesammelt haben.

 

Die methodische Vorgehensweise

Diese Methode beginnt bei der Themenplanung für Corporate Blogs. Sie lernen, wie Sie die Informationsbedürfnisse Ihrer Zielgruppen evaluieren, wie Sie aus deren Fragen mögliche Blogthemen ableiten und wie Sie die Suchbegriffe erfahren, die Ihre Kunden bei Google eintippen. Aus diesen Informationen leiten Sie dann Ihren Redaktionsplan ab.

Im nächsten Abschnitt lernen Sie, wie Sie mit einer cleveren Strukturierung Ihrer Blogposts zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sie sparen Zeit beim Schreiben und die Qualität sowie die Leserfreundlichkeit Ihrer Artikel erhöhen sich automatisch.

Im dritten Abschnitt sind die wichtigsten Maßnahmen erklärt, um die Leserzahlen auf Ihrem Blog in Schwung zu bringen. Sie lernen dabei, welche Rolle Social Media spielen, was Google dazu beitragen kann und wie wichtig der Aufbau einer E-Mail-Liste auch für moderne Marketer ist.

 

Ihren Unternehmensblog umsetzen

Die richtigen Themen finden

Ein Corporate Blog kann nur erfolgreich sein, wenn die Betreiber Themen finden, welche die Kunden interessieren und die einen Bezug zum Angebot des Unternehmens aufweisen. In diesem Kapitel werden vier Schritte vorgestellt, die helfen, entsprechende Themen zu finden:

Schritt 1: Personas identifizieren

Schritt 2: Fragen sammeln

Schritt 3: Keywords analysieren

Schritt 4: Themen zusammenführen und priorisieren

In der Praxis hat sich die Durchführung der vier Schritte in der oben aufgeführten Reihenfolge bewährt.

Schritt 1: Personas identifizieren

Personas sind semifiktive Vertreter der Zielgruppen von Unternehmen. Jede Persona repräsentiert jeweils eine Zielgruppe. Das Ziel der Personas-Methode ist, sich ein möglichst plastisches Bild der Zielgruppe zu machen, indem Sie jeder Persona die typischen Merkmale einer Zielgruppe zuweisen. Zum Beispiel geben Sie jeder Persona ein typisches Alter oder eine typische Einkommensklasse.

Am besten funktioniert die Personas-Methode, wenn Sie von Beginn an jeder Persona einen Namen geben und ein Porträtbild zuweisen, das typisch für die Zielgruppe ist.

Als nächstes weisen Sie der Persona die typischen demografischen Merkmale zu:

  • Sozio-Geografisch, z. B. die Aufteilung nach Wohngebieten, Regionen, Kantonen etc.
  • Sozio-Ökonomisch, z. B. Beruf, Einkommen, Haushaltsgröße, Ausbildung etc.
  • Sozio-Demographisch, z. B. Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht, Familienstände, Anzahl der Kinder im Haushalt, Nationalität, Religionszugehörigkeit etc.

Beispiel: Die demografischen Merkmale von Klaus, dem Golfer

  • Wohnt in der Agglomeration von Zürich
  • Arbeitet als Marketing-Leiter in der Auto-Branche
  • Verdient zwischen 120’000 und 150’000 Schweizer Franken pro Jahr
  • Hat einen Master-Abschluss
  • Ist Familienvater von zwei Töchtern im Alter von 3 und 5 Jahren
  • Feierte kürzlich seinen 40. Geburtstag

Nachdem Sie Ihren Personas die typischen demografischen Merkmale zugeordnet haben, evaluieren Sie deren typischen Probleme und Herausforderungen. Dieser Schritt ist erfolgsentscheidend. Nehmen Sie sich unbedingt die Zeit, um sich in die Lage der Personas zu versetzen. Dann beantworten Sie die folgenden Fragen:

  • Welche Probleme wollen die Personas lösen?
  • Was benötigen sie, um die Probleme zu lösen?
  • Welche Wünsche haben die Personas?
  • Was benötigen sie, um sich die Wünsche zu erfüllen?
  • Nach welchen Informationen könnten sie typischerweise im Web suchen?
  • Welche Trends könnten die Branchen oder Umfelder der Personas beeinflussen?

Beispiel: Die Probleme von Klaus, dem Golfer

  • Er kommt beim Golfen einfach nicht auf das Handicap seiner Freunde und hat nicht genügend Zeit, um noch mehr zu üben.
  • Er wünscht sich, dass ihm jemand hilft, trotz Zeitmangels besser Golfen zu lernen.
  • Er sucht nach Tipps von einem Profi, um seinen Abschlag zu perfektionieren.
  • Immer mehr seiner Freunde erzählen von hilfreichen Video-Tutorials, dank denen sie besser spielen.

Da Sie nun die Probleme und Herausforderungen Ihrer Personas verstehen, können Sie überlegen, mit welchen Inhalten Sie diese Probleme aufgreifen und Lösungswege aufzeigen können. Sammeln Sie in diesem Schritt einfach alle Ideen, die Ihnen in den Sinn kommen und notieren Sie sich so viele Themen wie möglich.

Beispiel: Inhalte, die Klaus, den Golfer ansprechen:

  • Ein Golflehrer erklärt, worauf man beim perfekten Abschlag achten muss.
  • Die 10 häufigsten Fehler beim Golfen, die ein tiefes Handicap verhindern.
  • Step by Step zu einem tiefen Handicap
  • 10 Online-Golf-Lektionen zur perfekten Vorbereitung auf das nächste Turnier 

Schritt 2: Fragen sammeln

Im zweiten Schritt ergänzen Sie Ihre Thesen, die sich bei der Durchführung der Personas-Methode gebildet haben, mit Erfahrungen im Kontakt zu echten Kunden.

Die Durchführung dieses Schrittes ist ganz einfach. Alles was Sie tun müssen, ist möglichst viele Fragen von potenziellen Kunden zu Ihrem Angebot zu sammeln. Beginnen Sie, indem Sie sich alle Fragen notieren, die Ihnen jeweils gestellt wurden. Ergänzen Sie dann die Sammlung, indem Sie weiteren Personen mit direktem Kundenkontakt die gleiche Aufgabe stellen. Denkbar sind zum Beispiel Verkaufs- oder Marketingmitarbeiter. Alternativ können Sie auch ein Brainstorming-Meeting einberufen und die Fragen gemeinsam sammeln.

Das Ergebnis der Fragensammlung ist eine umfassende, vorerst unstrukturierte Liste mit allerlei Fragen unterschiedlichster Quellen. Die Liste darf ruhig 50 bis 100 Fragen enthalten. Je mehr Fragen, desto besser, solange Sie nicht die Übersicht verlieren.

Interessant wird die Übung bei der Auswertung. Beginnen Sie, die Fragen nach Informationsbedürfnissen, die hinter den Fragen stecken, zu sortieren. Dazu empfiehlt sich die Mind-Map-Methode. Natürlich macht man das heute elektronisch mit Mind Mapping Tools wie zum Beispiel mindmeister.

Diese Gruppierung hilft Ihnen, die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse Ihrer Kunden zu identifizieren. Beginnen Sie in diesem Schritt auch mit einer Priorisierung der Informationsbedürfnisse. Gibt es Fragen, die praktisch in jedem Gespräch gestellt werden? Wenn ja, liegt es nahe, darüber in Blogs zu schreiben.

Schritt 3: Keywords analysieren

In Schritt eins und zwei haben Sie Themen evaluiert, die für Ihre Zielgruppen interessant sind. Im dritten Schritt überprüfen Sie, ob Ihre Kunden auf Google tatsächlich nach Antworten in diesen Bereichen suchen und mit welchen Suchbegriffen sie das tun.

Liste erstellen

Erstellen Sie als erstes eine Liste mit Begriffen, von denen Sie annehmen, dass potenzielle Kunden danach suchen. Auch diese Liste wird besser, wenn mehrere Personen daran arbeiten. Ob Sie lieber eine Liste pro Person erstellen lassen und diese dann zusammentragen oder gemeinsam in einem Brainstorming-Meeting Suchbegriffe sammeln, ist Ihnen überlassen. Je länger die Liste, desto besser. Scheuen Sie sich nicht, auch ungewöhnliche Begriffe aufzunehmen. Die nicht relevanten Keywords fliegen später ohnehin wieder raus.

Google Keyword Planner

Als nächster Schritt überprüfen Sie, wie oft die von Ihnen gesammelten Keywords bei Google abgefragt werden. Wir empfehlen dafür den Google Keyword Planner zu verwenden. Klicken Sie dazu in Ihrem Google Ads Konto unter «Tools und Einstellungen» auf «Keyword-Planner». Fügen Sie unter «Neue Keywords» entdecken, die gewünschten Keywords ein und Sie erhalten Informationen zu Suchvolumen und Wettbewerb Um den Google Keyword Planner nutzen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ein Google Ads Konto
  • Ein laufende Google Ads Kampagne

Eine gute Alternative ist das kostenpflichtige Webtool keywordtool.io. Darüber erhalten Sie ebenfalls Informationen zu den gewünschten Keywords – wie beispielsweise Suchvolumen, Trends oder Wettbewerb. Mit Google Trends gibt es noch eine kostenlose Variante, die aber lediglich Auskunft über das vermutete Interesse eines Keywords gibt.

Verwandte Suchbegriffe finden

Nehmen Sie nun diejenigen Keywords, die viel Suchvolumen und gleichzeitig eine hohe Relevanz für Ihr Unternehmen aufweisen und geben Sie diese einzeln bei einer normalen Google-Suchabfrage ein. Scrollen Sie dann auf den Trefferseiten ganz nach unten und lassen Sie sich, sofern vorhanden, von den „Verwandten Suchbegriffen“ inspirieren.

Falls Sie dort interessante Keywords finden, nehmen Sie diese in Ihre Liste auf.

Kombinationen finden

Interessant ist auch, in welchen Keyword-Kombinationen Ihre Suchbegriffe auftreten. Es gibt ein Tool, dass automatisch Kombinationen, die von Google vorgeschlagen werden, sammelt und auflistet.

http://ubersuggest.org/

Geben Sie da Ihre wertvollsten Keywords ein und nehmen Sie interessante Kombinationen in Ihre Liste auf.

Keywords priorisieren

Als Abschluss ermitteln Sie nochmals die Suchvolumen aller Keywords mit dem Keyword Planner. Zusätzlich zum Suchvolumen sollten Sie für die Priorisierung auch die Relevanz für Ihr Unternehmen berücksichtigen. Das tun Sie am einfachsten, indem Sie sich fragen, wie wertvoll für Sie ein User ist, der über ein bestimmtes Keyword auf Ihre Seite gelangt. Danach wählen Sie 5 bis 15 Keywords, die über besonders viel Suchvolumen verfügen und besonders relevant für Ihr Unternehmen sind.

Schritt 4: Themen zusammenführen

Sie haben sich nun mit Ihren Personas auseinandergesetzt, die Fragen Ihrer Kunden gesammelt und die Google Suchbegriffe analysiert.

Suchen Sie nun nach Zusammenhängen in den Resultaten der ersten drei Schritte. Gibt es Themen, die:

  1. Probleme Ihrer Personas ansprechen und
  2. in den Fragen der Kunden immer wieder vorkommen und
  3. bei Google oft gesucht werden?

Denn genau das sind die Themen, über die Sie in Ihrem Corporate Blog schreiben sollten. Stellen Sie sich daraus nun einen Redaktionsplan für die ersten 10 bis 20 Artikel zusammen.

Ziele und Erfolgskriterien dieses Schritts:
  • Die Probleme der Zielgruppe mit der Personas-Methode verstehen
  • Die Fragen der Kunden kennen
  • Die relevanten Google-Keywords evaluieren
  • Die Themen zu einem Redaktionsplan zusammenführen

 

Effizient und professionell Blogartikel schreiben

Nachdem Sie im ersten Kapitel eine Redaktionsplanung zusammengestellt haben, geht es in diesem Kapitel um die Umsetzung. Die große Herausforderung dabei ist in den meisten Unternehmen, genügend Ressourcen dafür freistellen zu können. Um diese Herausforderung meistern zu können, ist es wichtig, die Artikel schnell in guter Qualität zu produzieren.

Dabei hilft Ihnen die in diesem Kapitel vorgestellte Methode. Es wird eine Strukturvorlage erstellt, die Ihnen Denkarbeit beim Planen der Artikel abnimmt und die Verständlichkeit und Lesefreundlichkeit für Ihre Leser fördert. Die Idee dabei ist, dass Sie Ihre Hirnzellen für die Inhaltsproduktion einsetzen können statt dass Sie sich lange überlegen, wie Sie Ihre Artikel aufbauen möchten.

Vorbereitung:

Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, müssen Sie unbedingt immer die folgenden Fragen beantworten können:

  1. Für wen schreiben Sie?
  2. Welchen Mehrwert bietet Ihr Artikel diesen Personen?

Wenn Sie auf diese zwei Fragen noch keine klare Antwort haben, sollten Sie Ihre Redaktionsplanung wie in Kapitel 1 beschrieben überarbeiten.

Schritt 1: Ideen für Titel sammeln

Brainstormen Sie ganz locker ein paar mögliche Titel für den Artikel (mindestens 3 Optionen). Diese lassen Sie dann einfach so stehen. Später, wenn Sie den Text geschrieben haben, wird es Ihnen leichter fallen, den passendsten zu wählen. Achten Sie darauf, dass alle Titel-Ideen Ihr Fokus-Keyword enthalten und aus ungefähr sechs Wörtern bestehen.

Schritt 2: Notizen machen

Wahrscheinlich haben Sie zu diesem Zeitpunkt bereits eine Idee, welche Themen Sie in Ihrem Artikel aufgreifen möchten. Meistens hilft es, alle Themen stichwortartig zu notieren. Beim Sammeln und Gruppieren der Stichworte entsteht die Geschichte langsam im Kopf. Wenn Sie genügend Material gesammelt (und überflüssiges verworfen) haben, gruppieren Sie die Stichworte bereits in die folgenden Gliederungselemente:

  • Einleitung
  • Hauptteil
  • Schlussfolgerung
Wie lang sollen Blogartikel sein?

Sammeln Sie genügend Ideen für einen fundierten Artikel. Eine Studie der Blogplattform Medium zeigt, dass die ideale Artikellänge 1’600 Wörter beträgt. Ganz so lang muss allerdings nicht jeder Artikel sein. Ich empfehle Ihnen, eine Länge von 800 Wörter pro Artikel anzustreben. So können Sie das Thema genügend vertiefen und einen echten Mehrwert für Ihre Leser schaffen. Wenn Sie dies bereits mit 600 Wörtern erreichen, ist das auch in Ordnung. Kürzer sollten Ihre Artikel aber nicht werden, denn längere Texte erzielen bessere Google-Ranking, werden öfter geteilt auf Social Media und eher von anderen Blogs verlinkt. Zudem können Sie mit längere Texten Ihre Besucher länger auf der Seite behalten und damit einen stärkeren Eindruck hinterlassen.

Die Einleitung besteht je nach Länge des Artikels aus drei bis fünf Sätzen. Die Länge des Hauptteils können Sie variabel gestalten. Die Schlussfolgerung besteht aus einem bis drei Sätzen.

Schritt 3: Einleitung schreiben

Bauen Sie Ihre Einleitung aus folgenden Elementen auf:

  • Der Anfangssatz soll die Leser in den Artikel ziehen. Besonders geeignet sind Zitate oder Szenen, welche ein Problem oder einen Wunsch beispielhaft aufgreifen.
  • Detaillierte Erklärung des Problems, wenn möglich anhand von Beispielen.
  • Erklären Sie kurz, wie der Artikel bei der Lösung des Problems helfen kann.
  • Überleitung zum Hauptteil

Schritt 4: Hauptteil schreiben

Der Hauptteil besteht aus folgenden Elementen:

  • Beginnen Sie mit einer Zwischenüberschrift (H2), der zeigt, dass es jetzt zur Sache geht, in der Sie die weiteren Inhalte andeuten.
  • Erstellen Sie für jeden Schritt, jedes Unterthema oder Argument einen neuen Abschnitt.
  • Verwenden Sie, wenn immer möglich, Aufzählungszeichen statt Aufzählungen im Fließtext, so erhöhen Sie die Überblickbarkeit Ihrer Inhalte.
  • Vergessen Sie nie die Überleitungen von einen Absatz zum Nächsten, um den Lesefluss nicht zu unterbrechen.
  • Leiten Sie die Schlussfolgerung ein.

Schritt 5: Schlussfolgerung schreiben

Die Schlussfolgerung soll die wichtigste Botschaft des Artikels bekräftigen und zu einem Dialog anregen. Sie besteht aus diesen zwei Elementen:

  • Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen Ihres Textes
  • Frage an die Leser, um einen anschließenden Dialog zu provozieren

 Schritt 6: Call-to-Action (CTA) platzieren

Ein oft vernachlässigter Bestandteil von Blogposts sind sogenannte Calls-to-Action. Das sind Handlungsaufrufe an die Leser. Was sollen diese tun, nachdem sie Ihren Artikel gelesen haben? Nutzen Sie die Aufmerksamkeit zum Beispiel für Aufrufe zu folgenden Aktivitäten:

  • den Blog abonnieren
  • ein E-Book herunterladen
  • Kontakt aufnehmen
  • den Artikel teilen oder kommentieren

Schritt 7: Ein passendes Bild einfügen

Blogs ohne Bebilderung bekommen weniger Aufmerksamkeit. Dies ist nicht nur auf eine emotionslose Darstellung auf dem Bildschirm zurückzuführen. Die Bilder spielen auch bei der Weiterverbreitung der Artikel eine wichtige Rolle. Wenn Sie zum Beispiel einen Artikel auf Facebook posten, wird automatisch aus dem Bild im Artikel ein Vorschaubild im Post generiert. Solche Posts mit Bildern werden nachweislich deutlich mehr angeklickt als reine Text-Posts.

Wenn Sie keine eigenen Bilder haben, suchen Sie auf Bildportalen nach passenden Fotos oder Illustrationen. Wichtig ist, dass Sie entweder lizenzfreie Bilder verwenden oder solche, an denen Sie entsprechende Nutzungsrechte haben. Fügen Sie dann mindestens ein großes Bild in Ihren Artikel ein. Kostenlose Bilder finden Sie zum Beispiel auf pixabay.com, kostenpflichtige Bilder u.a. auf fotolia.com oder shutterstock.com.

Das ist bereits alles, danach können Sie den Artikel nochmals in Ruhe durchlesen und veröffentlichen.

Ich werde oft gefragt, welche Blogfrequenz ideal ist. Grundsätzlich gilt: je öfter, desto besser. Wenn es Ihre Ressourcen zulassen, dann empfehle ich Ihnen, mindestens zweimal pro Woche zu bloggen. Einmal pro Woche einen guten Artikel zu veröffentlichen, kann immer noch viel bewirken. Ich empfehlen Ihnen aber nicht weniger als alle zwei Wochen zu posten.

 Ziele und Erfolgskriterien dieses Schritts:
  • Vorbereitungsfragen beantworten
  • Titel-Ideen sammeln
  • Notizen machen
  • Einleitung, Hauptteil und Schlussfolgerung schreiben

 

Die Leserzahlen in Schwung bringen

Sie wissen jetzt, mit welchen Inhalten Sie Ihre Zielgruppe erreichen möchten und haben einen entsprechenden Blogpost publiziert. Machen Sie jetzt bitte nicht den Fehler zu glauben, dass die Zielgruppe jetzt ganz von alleine darauf aufmerksam wird. Viel zu oft wird von selbsternannten Marketingspezialisten behauptet, dass man nur guten Content ins Netz stellen muss und die Leser dann einfach so daherkommen. Die Wahrheit liegt weit davon entfernt.

Wenn Ihr Blog noch nicht bekannt ist, dann müssen Sie aktiv daran arbeiten, sich eine Leserschaft aufzubauen. In diesem Kapitel sind die besten Maßnahmen dazu aufgeführt.

Schritt 1: Artikel via Social Media bewerben

Damit ist nicht bloß das Posten der Links auf passenden Social Media Portalen wie zum Beispiel auf Ihrer Facebook-Seite, Ihrem Twitter-Profil oder auf Ihrer Google+ Seite gemeint. Wie der Titel bereits andeutet, sollten Sie Ihre Artikel auf Social Media bewerben. Damit ist gemeint, dass Sie die Artikel mit einem kurzen Werbetext anpreisen. Der Text soll so kurz wie möglich sein und trotzdem den Lesern aufzeigen, welchen Mehrwert die Lektüre des Artikels bringt.

Wenn Ihr Unternehmen, wie die meisten anderen auch, keine besonders aktive Facebook-Community betreibt, dann lohnt es sich in den meisten Fällen, die Artikel mit bezahlten Facebook Ads zu bewerben. Gemäß unseren Erfahrungen lässt sich damit sehr viel Reichweite für die Artikel zu einem fairen Preis erzielen. Das Budget richtet sich nach Ihren Möglichkeiten, üblich sind ca. EUR 20.- bis 200.- pro Artikel.

Schritt 2: Suchmaschinenpräsenz erhöhen

Auch die Präsenz auf Google lässt sich mit organischer, also unbezahlter Suchmaschinenoptimierung bis zu einem bestimmten Grad mit kostenlosen Maßnahmen erhöhen.

Dazu nehmen Sie die in Kapitel 1 erstellte Keyword-Liste zur Hand. Diese besteht aus Begriffen, die von potenziellen Kunden bei Google eingegeben werden. Sie können jeden Artikel auf einen dieser Suchbegriffe optimieren.

Die Optimierung ist ganz einfach: Sie müssen lediglich dafür sorgen, dass das ausgewählte Keyword in folgenden Elementen des Artikels enthalten ist:

  • 1x im Titel (H1 Tag)
  • 1x in einem Untertitel (H2 Tag)
  • 2-3x im Fließtext
  • 1x in der URL des Blogs
  • 1x im Page Title (Title Tag)
  • 1x in der Page Description

Falls Sie als Editor keine Berechtigung zur Änderung der URL, des Page Titles und der Meta Description haben, dann holen Sie sich Unterstützung beim Administrator Ihrer Website.

Sind die Möglichkeiten der organischen Suchmaschinenoptimierung ausgeschöpft, dann können Sie die Reichweite via Google AdWords weiter vergrößern. Dabei bezahlen Sie normalerweise einen bestimmten Betrag pro Klick. Dieser Betrag hängt vom Thema und den Keywords Ihres Beitrags ab. Typischerweise liegt er bei EUR 0.20 bis EUR 2.00. In stark beworbenen Branchen wie zum Beispiel bei Privatkrediten bezahlen Unternehmen auch bis zu EUR 20.- pro Klick.

Schritt 3: E-Mail-Verteiler aufbauen

Eines der mächtigsten Tools für die Promotion der Blogposts ist ein eigener E-Mail-Verteiler. Stellen Sie sich folgende Situation vor: Ein neuer Leser gelangt über Social Media oder Google auf einen Ihrer Artikel und ist hell begeistert. Wenn Sie keine E-Mail-Abo-Funktion anbieten, hat dieser Leser kaum eine Möglichkeit sicherzustellen, dass er den nächsten Artikel bekommt. Wenn jeder Artikel zwei oder drei Abonnenten erzeugt, haben Sie schnell eine Liste mit sehr interessierten Lesern.

Ein einfaches und sehr effizientes Tool für den Aufbau eines E-Mail-Verteilers ist der List Builder von SumoMe.

Schritt 4: Einfache Sharing-Möglichkeiten anbieten

Dieser Schritt ist eine rein technische Angelegenheit. Und zwar geht es darum, den Lesern das Teilen der Artikel mit einem Klick auf sogenannte Share Buttons zu ermöglichen. Bitten Sie dazu Ihren Webmaster um Unterstützung.

Ein weit verbreitetes Tool zur Installation von Share Buttons ist AddThis.

Ziele und Erfolgskriterien dieses Schritts:
  • Artikel via Social Media bewerben
  • Suchmaschinenpräsenz erhöhen
  • E-Mail-Verteiler aufbauen
  • Einfache Sharing-Möglichkeiten anbieten

 

Mögliche Problemstellungen

Wir haben gründlich nach möglichen Themen recherchiert und bewerben unsere Artikel mit den vorgeschlagenen Maßnahmen, trotzdem werden die Artikel kaum gelesen.

Wenn die Bewerbung der Artikel sauber ausgeführt ist, kann das noch an der Relevanz der Themen oder an der Qualität der Artikel liegen. In solchen Fällen empfiehlt es sich, das Gespräch mit typischen Vertretern der Zielgruppe über die Artikel zu suchen. Fragen Sie, weshalb die Beiträge nicht interessant genug sind und was Sie ändern müssen, um mehr gelesen zu werden.

Wir haben ein sauberes Blogkonzept aufgestellt, aber jetzt fehlt uns die Zeit, genügend Artikel zu schreiben.

Das ist ein häufiges Problem. In diesen Fällen empfiehlt sich eine interne Diskussion über den Stellenwert des Blogprojekts und über die Notwendigkeit von mehr Reichweite, Suchmaschinenpräsenz und Traffic. Wird das Projekt als wichtig eingestuft, sollten entsprechende Ressourcen zu fixen Zeiten eingeplant werden. Beispiel: Die Person, die für die Blog-Redaktion verantwortlich ist, kümmert sich immer Mittwochs den ganzen Tag ausschließlich um das Blog-Projekt. Ist dies nicht möglich, empfiehlt es sich, die Redaktion an eine Online Marketing Agentur zu delegieren.

Meine Vorgesetzten sind skeptisch gegenüber dem Blogprojekt und ich kann sie derzeit nicht davon überzeugen.

Es empfiehlt sich, eine klar nutzenorientierte Argumentation anzuwenden. Zeigen Sie auf, dass der Blog nicht nur eines der mächtigsten Tools ist, um Ihre Website bei Google besser zu ranken, sondern auch hilft, die Zielgruppe bei ihren Problemen abzuholen, um sie dann langsam zum Angebot Ihres Unternehmens heranzuführen. Zeigen Sie auch auf, dass wenn Sie den Blog ins Zentrum Ihrer Online-Kommunikation stellen, sie keine zusätzlichen Social Media und E-Mail-Newsletter-Redaktion mehr benötigen. Damit sparen Sie schlussendlich Ressourcen, bringen wertvollen Traffic auf die Website und generieren letztendlich mehr Umsatz.

Die Themen aus der Personas-Analyse, der Frage-Methode und der Keyword-Recherche passen überhaupt nicht zusammen, bzw. jede Methode ergibt andere Themen.

Das kann vorkommen, wenn Ihr Unternehmen sich an unterschiedliche Zielgruppen richtet und Sie bei jeder Methode eine andere Zielgruppe im Hinterkopf haben. Es empfiehlt sich eine saubere Aufschlüsselung der Themen nach Zielgruppen. Wenn sich die Interessen der unterschiedlichen Zielgruppen nicht vernünftig in einem Blog vereinen lassen, dann können Sie die Zielgruppen nach Wichtigkeit für Ihre Unternehmen priorisieren. Ihr Blog muss nicht unbedingt alle Zielgruppen ansprechen.

Wir haben wie beschrieben einen Redaktionsplan mit 10-20 Artikeln erstellt und die Blogs publiziert. Wie weiter?

Die Themenfindung ist ein laufender Prozess. Bei jeder Redaktionsplanung spielen Sie die ganze Methode nochmals durch, allerdings können Sie nach Belieben abkürzen. Wichtig ist auch, dass Sie die Resultate der publizierten Artikel auswerten und die Resultate in die neue Redaktionsplanung einfließen lassen.

 

Fazit

Unsere Erfahrung zeigt, dass nachfolgende Punkte entscheidend zum Erfolg eines Corporate Blogs beitragen können:

  1. Ausrichtung der Themen anhand der definierten Personas
  2. Relevanz, Relevanz, Relevanz – steht ganz oben bei der Themenwahl
  3. Erstellung einer Redaktionsplanung für Kontinuität
  4. Relevante Keywords definieren
  5. Über Social Media auf Blogbeiträge aufmerksam machen
  6. Auswerten und erfolgreiche Blogbeiträge als Anhaltspunkt für weitere Blogthemen nehmen

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Unternehmensblog. Sollten Sie Unterstützung bei der Ausarbeitung des Konzepts, der Wahl der richtigen Keywords oder der Textproduktion wünschen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Diesen Leitfaden gibt es auch als E-Book. Hier geht es zum Download!

0 Kommentare

Dein Kommentar

Der Diskussion beitreten?
Schreiben Sie einen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.