20. Mai 2025

Google Ads für B2B Unternehmen – So erreichen Sie genau Ihre Zielgruppe

B2B-Kaufprozesse sind oft langwierig und komplex. Unternehmen recherchieren intensiv, vergleichen Angebote und treffen Entscheidungen nicht impulsiv, sondern strategisch. Dabei beginnt der grösste Teil der Einkaufsreise online: 93 % der B2B-Kaufprozesse starten mit einer Suchanfrage. Häufig reicht die organische Sichtbarkeit in diesen Momenten jedoch nicht aus – und genau dieses Problem löst Google Ads.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie mit Google Ads im B2B-Bereich qualifizierte Leads gewinnen, die richtigen Entscheider erreichen und Ihr Budget effizient einsetzen. Zudem zeigen wir, welche Fehler oft gemacht werden und wie Sie diese vermeiden können.

Die wichtigsten Learnings aus diesem Artikel auf einen Blick

  1. Google Ads ist im B2B-Bereich mehr als reine Leadgenerierung
    Google Ads eignet sich nicht nur zur direkten Kundengewinnung, sondern auch zur Markenbildung und Positionierung als Branchenexperte. Besonders im Bereich B2B ist es wichtig, potenzielle Kunden früh im Entscheidungsprozess zu erreichen und langfristig zu begleiten.

     
  2. SEA erfordert im B2B-Bereich eine andere Strategie als im Bereich B2C
    Während B2C-Kampagnen oft auf hohe Reichweite und schnelle Conversions abzielen, benötigen B2B-Unternehmen eine andere Strategie, da sie sich durch kleinere Zielgruppen, längere Entscheidungsprozesse und komplexere Kaufstrukturen auszeichnen.

     
  3. Ohne Keyword-Strategie verpufft das Budget
    Allgemeine Keywords wie „CRM-Software“ oder „IT-Dienstleistungen“ führen oft zu hohen Klickkosten mit wenig qualifizierten Anfragen. Long Tail Keywords mit klarem B2B-Bezug kombiniert mit negativen Keywords helfen, irrelevante Klicks zu vermeiden und Kundinnen und Kunden mit konkretem Bedarf zu erreichen.

     
  4. Die Kampagnen-Struktur muss sich an der Customer Journey orientieren
    Eine erfolgreiche B2B-Kampagne besteht nicht nur aus Suchanzeigen. Unternehmen müssen ihre Kampagnen entlang der gesamten Customer Journey ausrichten – von Branding-Kampagnen zur Bekanntheitssteigerung über Lead-Generierung bis hin zu Remarketing-Strategien, die Kaufentscheidungen unterstützen.

     
  5. Ohne Conversion Tracking fehlen die richtigen Optimierungsansätze
    Viele B2B-Unternehmen messen nur Klicks und Impressionen, erfassen jedoch nicht, welche Nutzeraktionen tatsächlich auf Interesse oder konkrete Kontaktaufnahme hinweisen. Ein grundlegendes Conversion Tracking – etwa die Erfassung von Kontaktformularen, Klicks auf E-Mail-Adressen oder Telefon-Links – ist essenziell, um die Leistung von Kampagnen realistisch bewerten zu können. Die Anbindung an CRM-Systeme oder die Nutzung von Offline Conversions stellen weiterführende Optionen dar, sind aber nicht immer notwendig oder von allen Unternehmen gewünscht.

     

  6. Automatisierung und KI werden immer wichtiger
    Manuelle Gebotsstrategien und statische Kampagnen reichen im B2B nicht aus. Smarte Bidding-Strategien wie Ziel-CPA oder ROAS-Optimierung sowie dynamische Suchanzeigen sorgen für effizientere Kampagnen.

Warum Google Ads für B2B-Unternehmen mehr als nur ein Tool zur Leadgenerierung ist #

Im B2B-Bereich hilft Google Ads Unternehmen, ihre Marke zu stärken, relevante Entscheidungsträger zu erreichen und potenzielle Kunden über längere Zeiträume hinweg zu begleiten. Es ist also weit mehr als nur ein Tool zur kurzfristigen Leadgenerierung. 

Die wichtigsten Vorteile von Google Ads für B2B:

  • Ansprache der richtigen Entscheider
    Im B2B-Bereich sind Kaufentscheidungen selten impulsiv. Sie werden von mehreren Personen getroffen. Mit Google Ads lassen sich Kampagnen spezifisch auf diese Entscheidungsträger ausrichten.

     
  • Flexible Steuerung und Skalierung
    Google Ads ermöglicht eine dynamische Anpassung des Budgets und der Anzeigenausspielung. Unternehmen können erfolgreiche Kampagnen ausweiten sowie ineffiziente Anzeigen optimieren oder einstellen. Zudem lassen sich Anzeigen saisonal anpassen oder auf verschiedene Märkte und Zielgruppen ausrichten.

     
  • Messbarkeit und datenbasierte Optimierung
    Ein grosser Vorteil von Google Ads ist die präzise Erfolgskontrolle. Über Conversion Tracking und Analysetools lassen sich Kampagnen-Daten in Echtzeit auswerten. Unternehmen sehen genau, welche Anzeigen funktionieren, wo Optimierungspotenzial besteht und welche Massnahmen den höchsten Return on Investment (ROI) erzielen.

     
  • Thought Leadership und Markenpositionierung
     B2B-Kunden suchen nicht nur nach Produkten oder Dienstleistungen, sondern auch nach vertrauenswürdigen Partnern mit Fachwissen. Mit Anzeigen zu informativem Content stellen Unternehmen ihre Expertise unter Beweis. Display- und YouTube-Kampagnen ermöglichen es, wertvolle Inhalte wie Whitepapers, Fallstudien oder Webinare zu bewerben, um die eigene Marke als Branchenführer zu etablieren.

     
  • Begleitung potenzieller Kunden über längere Entscheidungsprozesse
    Google Ads ermöglicht es, potenzielle Kunden über mehrere Touchpoints hinweg zu begleiten. Durch Remarketing lassen sich Nutzer, die bereits mit den Inhalten interagiert haben, erneut ansprechen. Ergänzend dazu können Content-Strategien mit Anzeigen kombiniert werden, um Vertrauen aufzubauen und die Kaufentscheidung zu erleichtern.

     

Unterschiede zwischen B2B- und B2C-SEA #

Suchmaschinenwerbung (SEA) verfolgt im B2B- und B2C-Bereich unterschiedliche Ansätze. Während B2C-Kampagnen auf hohe Reichweite und schnelle Conversions ausgelegt sind, erfordert B2B-SEA eine genauere Ansprache und eine langfristige Strategie. 

Warum B2B-Kampagnen eine gezieltere Ansprache und längere Lead-Betreuung erfordern

  • Gezieltes Remarketing statt kurzfristiger Conversions
    B2C-Kampagnen zielen oft auf spontane Kaufentscheidungen ab. Im B2B-Bereich ist dies selten der Fall. Remarketing-Kampagnen sind deshalb essenziell, um Interessenten in späteren Phasen des Entscheidungsprozesses erneut zu erreichen. Ergänzend dazu unterstützen Content-Strategien wie Whitepapers oder Fallstudien die Informationssuche der Zielgruppe.

     
  • Spezialisierte Zielgruppen mit geringerem Suchvolumen
    B2C-Anzeigen haben oft eine breite Zielgruppe mit hohem Suchvolumen. Im Bereich B2B sind die Zielgruppen dagegen kleiner und spezifischer. Dadurch sind präzises Keyword-Targeting, firmenspezifische Zielgruppen und Custom Audiences besonders wichtig.

     
  • Höherer Customer Lifetime Value (CLV) rechtfertigt höheren CPC
    B2B-Kunden haben nicht selten einen höheren Customer Lifetime Value (CLV), da Verträge und Geschäftsbeziehungen langfristig bestehen. Dies rechtfertigt einen höheren Cost per Click (CPC), solange die Kampagnen qualifizierte Leads generieren.

     
  • Informationsbasierte statt emotionale Ansprache
    B2C-Anzeigen setzen oft auf Rabatte und emotionale Reize, um Kaufentscheidungen zu beschleunigen. Im B2B sind diese Ansätze meist wirkungslos. Stattdessen funktionieren Content-getriebene Anzeigen, die Fachwissen vermitteln und Vertrauen schaffen. Anzeigen für Webinare, Whitepapers oder Case Studies helfen, potenzielle Kunden frühzeitig in den Entscheidungsprozess einzubinden.

     

B2B Google Ads Kampagnen richtig aufbauen #

Damit Google Ads im B2B-Bereich nachhaltige Ergebnisse liefert, müssen Kampagnen strategisch aufgebaut und gesteuert werden. Eine klare Struktur, die sich an der Customer Journey orientiert, sowie eine fundierte Zielgruppenansprache sind dabei das Fundament.

Zielgruppen-Targeting & Kampagnen-Struktur

Die Basis einer erfolgreichen B2B-Kampagne ist die Ansprache der richtigen Entscheidungsträger. Die Anzeigen müssen so ausgerichtet sein, dass sie die relevanten Akteure ansprechen.

Relevante Entscheider identifizieren

Nicht jeder, der an einer Kaufentscheidung beteiligt ist, recherchiert selbst nach Lösungen. Kampagnen sollten sich auf diejenigen konzentrieren, die aktiv nach Informationen suchen. Dazu gehören:

  • Technische Entscheider und Fachkräfte: Sie analysieren Anforderungen, vergleichen Lösungen und prüfen die technische Machbarkeit.
  • IT-Leiter und Abteilungsleiter: Sie treffen strategische Entscheidungen, bewerten Anbieter und prüfen Integrationsmöglichkeiten.
  • Einkaufsabteilungen: Sie übernehmen Preisverhandlungen und prüfen Vertragsbedingungen, suchen aber oft erst in der finalen Phase nach Anbietern.

Während Geschäftsführer und Vorstände Kaufentscheidungen genehmigen, suchen sie selten selbst nach Lösungen. Diese Gruppe lässt sich besser über Branding- und Thought Leadership Kampagnen erreichen.

Firmenspezifisches Targeting über Custom Audiences & LinkedIn-Daten

Neben klassischem Keyword-Targeting bieten Google Ads und externe Plattformen weitere Möglichkeiten, um relevante Unternehmen und Branchen anzusprechen:

  • Custom Audiences: Unternehmen können bestehende Kundendaten oder Website-Besucher als Zielgruppen definieren. Dadurch lassen sich Nutzer erreichen, die bereits Interesse an ähnlichen Produkten oder Dienstleistungen gezeigt haben. Besonders effektiv sind:
     
    • Hochladen von CRM-Daten für gezielte Bestandskundenansprache.
    • Lookalike Audiences, um ähnliche Nutzer zu finden.
    • Retargeting von Besuchern bestimmter Webseiten oder Landing Pages.

 

  • LinkedIn-Integration für präzisere Ansprache:  Google Ads ermöglicht es, Zielgruppen basierend auf Branche, Unternehmensgrösse oder Jobtiteln auszuwählen. Durch die Integration von LinkedIn-Daten lassen sich relevante Entscheider noch präziser erreichen. Besonders nützlich ist dies für:
     
    • Hochspezialisierte Märkte mit spezifischen Entscheidungsträgern
    • Produkte oder Dienstleistungen, die nur für Unternehmen einer bestimmten Grösse relevant sind.

 

  • Negative Audiences zur Vermeidung von Streuverlusten: Nicht jede Suchanfrage führt zu einem qualifizierten Lead. Unternehmen sollten gezielt Zielgruppen ausschliessen, die nicht relevant sind, z. B.:

     
    • Privatpersonen oder Studierende, die nur allgemeine Informationen suchen.
    • Jobsuchende, die nach Karrieremöglichkeiten statt Produkten oder Dienstleistungen suchen.
    • Wettbewerber, die sich über die eigenen Angebote informieren.

Effiziente Kampagnen-Struktur für Google Ads im B2B-Bereich

Wer im Bereich B2B nur auf direkte Verkaufsanzeigen setzt, erreicht potenzielle Kunden möglicherweise zu früh oder mit der falschen Botschaft. Eine Kampagnen-Struktur, die auf den einzelnen Phasen der Customer Journey basiert, sorgt dafür, dass Anzeigen passend zur jeweiligen Informations- oder Entscheidungsstufe ausgespielt werden.

Unterteilung in Branding, Lead-Generierung und Remarketing

Eine effektive Kampagnenstrategie besteht aus drei Hauptstufen:

  • Branding: In der frühen Recherchephase geht es darum, die Bekanntheit zu steigern und potenzielle Kunden auf das Unternehmen aufmerksam zu machen. Display- und YouTube-Kampagnen eignen sich besonders, um die Marke zu positionieren und wertvolle Inhalte wie Webinare oder Whitepapers zu bewerben.

     
  • Lead-Generierung: Sobald potenzielle Kunden gezielt nach Lösungen suchen, spielen Suchanzeigen eine zentrale Rolle. Wichtig ist, dass Kampagnen in dieser Phase klare Mehrwerte kommunizieren und direkte Handlungsaufforderungen enthalten. Landingpages müssen relevante Informationen übersichtlich präsentieren und eine unkomplizierte Möglichkeit zur Kontaktaufnahme oder zum Download weiterführender Inhalte bieten.

     
  • Remarketing: Viele Interessierte informieren sich zunächst, treffen aber nicht sofort eine Entscheidung. Remarketing-Kampagnen sprechen diese Nutzer erneut an. Besonders wirksam sind dynamische Anzeigen, die personalisierte Inhalte oder spezielle Angebote basierend auf dem bisherigen Nutzerverhalten zeigen.

     

Wie Kampagnen entlang der Customer Journey optimiert werden können

Damit eine Funnel-basierte Kampagnen-Struktur erfolgreich bleibt, sind regelmässige Anpassungen notwendig. Wichtige Optimierungsmassnahmen umfassen:

  • Datenbasierte Anzeigenausspielung: Analyse von Klickraten, Verweildauer und Conversion Rates zur gezielten Optimierung der Kampagnen.
  • A/B-Testing: Variationen von Anzeigentexten, Call-to-Actions und Landing Pages helfen, die besten Kombinationen zu identifizieren.
  • Segmentierung nach Nutzerverhalten: Nutzer, die bereits eine Produktseite besucht oder sich für ein Whitepaper registriert haben, erhalten andere Anzeigen als Erstbesucher.

Keyword-Recherche & -Strategie im B2B-Bereich

Die Auswahl der passenden Keywords beeinflusst massgeblich den Erfolg von Google Ads Kampagnen im B2B-Bereich. Insbesondere die Nutzung von Long Tail Keywords, das gezielte Ausschliessen unerwünschter Begriffe und der Einsatz dynamischer Suchanzeigen tragen massgeblich zum Erfolg von Kampagnen bei.

Fokus auf Long Tail Keywords mit klarem B2B-Kontext

Allgemeine Suchbegriffe wie CRM-Software oder IT-Dienstleistungen haben zwar viel Suchvolumen, sind jedoch häufig stark umkämpft und sehr weit entfernt von einem Abschluss. Long Tail Keywords dagegen ziehen Nutzer an, die sich bereits intensiv mit einer Lösung befassen.

Beispiele:

  • Digitalisierungslösungen für Steuerkanzleien in der Schweiz statt Digitalisierungslösungen
    → kombiniert Branche, Dienstleistung und regionalen Kontext.
  • HR-Software für Personalvermittler in der Schweiz statt HR-Software
    → grenzt die Zielgruppe klar ein und erhöht die Conversion-Wahrscheinlichkeit.
  • ERP-Systeme für mittelständische Produktionsbetriebe statt ERP-Systeme
    → fokussiert auf eine häufige Zielgruppe mit spezifischen Prozessen.

Negative Keywords einsetzen

Damit Anzeigen nicht bei irrelevanten Suchanfragen erscheinen, müssen unerwünschte Begriffe ausgeschlossen werden. Negative Keywords helfen, das Budget nur für qualifizierte Nutzer einzusetzen.

Relevante Begriffe für den Ausschluss:

  • JobsKarrierePraktikum – um Bewerber auszuschliessen.
  • PrivatkostenlosTestversion – um Anfragen von Endverbrauchern zu vermeiden.
  • DefinitionErklärungVergleich – wenn keine rein informativen Suchanfragen gewünscht sind.

Eine regelmässige Auswertung der Suchanfragen zeigt weitere Begriffe, die ausgeschlossen werden sollten, um die Kampagnen-Leistung zu optimieren.

Automatisierte Anzeigenformate als Ergänzung zur Keyword-Strategie nutzen

Gerade im B2B-Marketing stossen klassische Keyword-Strategien bei sehr spezifischen Angeboten oder kleinen Zielgruppen schnell an ihre Grenzen. Automatisierte Anzeigenformate bieten hier eine sinnvolle Ergänzung, um zusätzliche Reichweite und passende Suchanfragen zu erschliessen.

Performance Max als moderne Lösung für komplexe Angebotsstrukturen
Performance Max Kampagnen (PMax) kombinieren mehrere Kanäle wie Suche, Display, YouTube und Gmail und nutzen KI, um passende Anzeigenformate und Zielgruppen automatisiert auszuspielen. Sie eignen sich besonders für

  • Unternehmen mit einem breiten oder dynamischen Produkt- und Dienstleistungsportfolio.
  • Anbieter in Nischenmärkten, bei denen die Zielgruppe schwer über Keywords zu erreichen ist.
  • Kampagnen mit klar definierten Conversions, wie Anfragen oder Downloads.

     

Wann dynamische Suchanzeigen dennoch sinnvoll sind
Trotz der wachsenden Bedeutung von Performance Max können dynamische Suchanzeigen (DSA) in bestimmten Szenarien weiterhin hilfreich sein – etwa wenn

  • die Website klar strukturierte Inhalte und eine saubere technische Basis bietet.
  • spezifische Seiten (z. B. zu Dienstleistungen oder Branchenlösungen) effizient beworben werden sollen.
  • Ressourcen für eine umfassende Keyword-Recherche fehlen.

Anzeigengestaltung & Landing Pages

Neben einer ausgeklügelten Keyword-Strategie benötigt eine erfolgreiche B2B-Kampagne überzeugende Anzeigen und genau auf den Nutzer angepasste Landing Pages.

Welche Anzeigenformate sich wann und wie im B2B-Bereich eignen

Nicht jedes Anzeigenformat eignet sich gleich gut für die unterschiedlichen Phasen der Customer Journey. Die Wahl des richtigen Formats hängt stark von der Zielgruppe, der Suchintention und der gewünschten Aktion ab. Im Folgenden werden die wichtigsten Anzeigenformate für B2B-Kampagnen und ihre jeweiligen Vorteile näher erläutert.

Search Ads für direkten Bedarf

  • Suchanzeigen sind das wichtigste Format für Nutzer, die bereits nach einer Lösung suchen.
  • Sie erscheinen bei gezielten Suchanfragen und müssen eine klare Botschaft enthalten.
  • Wichtige Elemente erfolgreicher B2B-Suchanzeigen sind:
    • Klare Handlungsaufforderungen wie „Jetzt Demo anfordern“ oder „Kostenlose Erstberatung sichern“.
    • Zahlen und Fakten wie „10 Jahre Erfahrung“ oder „Bereits über 500 Unternehmen nutzen unsere Lösung“.
    • Hervorhebung von Alleinstellungsmerkmalen, um sich von Wettbewerbern abzuheben.

Display Ads für Branding

  • Display-Anzeigen sorgen für Sichtbarkeit in der Zielgruppe, auch wenn der Bedarf bislang nicht akut ist.
  • Sie eignen sich besonders für Awareness-Kampagnen oder Remarketing, um Interessenten erneut anzusprechen.
  • Ziel ist es, potenzielle Kunden frühzeitig mit der Marke vertraut zu machen und sie über mehrere Touchpoints hinweg zu begleiten.
  • Effektive Display Ads enthalten
    • ein einprägsames Design, das zur Corporate Identity passt.
    • klare Botschaften, die sofort verstanden werden.
    • einen prägnanten Call-to-Action, z. B. „Whitepaper kostenlos downloaden“.

YouTube Ads für Thought Leadership

  • B2B-Kaufentscheidungen erfordern oft eine tiefere Auseinandersetzung mit einem Thema. YouTube Ads ermöglichen es, komplexe Inhalte anschaulich zu vermitteln.
  • Besonders wirkungsvoll für
    • Erklärvideos zu Produkten oder Dienstleistungen.
    • Webinare und Experteninterviews, die einen echten Mehrwert bieten.
    • Case Studies, um den Erfolg mit echten Kunden zu veranschaulichen.

Wichtig ist, dass die ersten Sekunden fesseln, da Nutzer sonst abspringen.

Anzeigenerweiterungen nutzen

Google Ads bietet Anzeigenerweiterungen, um mehr Informationen bereitzustellen und die Klickrate zu erhöhen. Besonders für B2B-Kampagnen sind diese Erweiterungen relevant:

Sitelinks:

  • Verlinkung auf wichtige Unterseiten wie ProdukteKundenreferenzen oder Whitepapers
  • Sie erhöhen die Relevanz der Anzeige, da Nutzer direkt zu spezifischen Inhalten gelangen.
  • Beispiel: Ein IT-Dienstleister könnte Sitelinks zu Cloud-SicherheitNetzwerklösungen und Managed Services hinzufügen.

Callouts:

  • Kurztexte unterhalb der Anzeige, die zusätzliche Informationen hervorheben.
  • Ideal für Alleinstellungsmerkmale wie „99 % Kundenzufriedenheit“ oder „Kostenlose Erstberatung“.
  • Callouts machen eine Anzeige informativer, ohne den Anzeigentext zu überladen.

Preisangaben:

  • Transparenz ist im B2B-Bereich besonders wichtig. Preisangaben helfen, qualifizierte Leads zu generieren, indem sie unrealistische Erwartungen vermeiden.
  • Besonders sinnvoll bei standardisierten Produkten oder Dienstleistungen.
  • Beispiel: „CRM-Software ab 49 CHF/Monat“ oder „Cloud-Sicherheitsberatung ab 1.500 CHF“.

Conversion-optimierte Landing Pages erstellen

Eine überzeugende Anzeige bringt nur dann Erfolg, wenn die dazugehörige Landing Page das Interesse der Nutzer bestätigt und zur gewünschten Handlung führt. 

Klare Botschaft:

  • Die Headline muss in wenigen Sekunden vermitteln, welchen Mehrwert die Lösung bietet.
  • Beispiel: Statt „Innovative ERP-Software“ besser „ERP-Software, die Ihren Produktionsprozess um 30 % effizienter macht“.
  • Unterüberschriften und kurze Absätze erleichtern die Lesbarkeit.

Trust-Elemente einbinden:

  • Kundenlogos und Zertifikate zeigen Glaubwürdigkeit.
  • Case Studies oder Kundenbewertungen belegen den Erfolg in der Praxis.
  • Zahlen und Fakten (z. B. „500+ Unternehmen nutzen unsere Lösung“) verstärken das Vertrauen.

Einfache Kontaktmöglichkeiten:

  • Das Kontaktformular sollte so kurz wie möglich sein – je weniger Pflichtfelder, desto höher die Conversion Rate.
  • Alternativ sollten weitere Kontaktwege wie ein Live Chat oder eine direkte Telefonnummer sofort sichtbar sein.
  • Ein Button mit einer klaren Handlungsaufforderung, z. B. „Kostenlose Demo vereinbaren“, leitet Nutzer gezielt zur nächsten Aktion.

Best Practices für Ihre B2B Google Ads Kampagne #

Als Agentur für B2B-Marketing konnten wir unzählige Google Ads Kampagnen analysieren und optimieren. Neben den schon genannten Erfolgsfaktoren konnten wir einige Best Practices identifizieren, die jedes Unternehmen in seinen Anzeigen einsetzen sollte.

Fortgeschrittene Zielgruppen-Strategien nutzen

Wie bereits mehrfach erwähnt, reicht im B2B klassisches Targeting nicht aus, da die relevanten Entscheider nur eine kleine Zielgruppe bilden. Passen Sie Ihre Zielgruppe mit folgenden Tipps an:

  • First Party Daten und Remarketing kombinieren:
     
    • Kundenlisten aus dem CRM hochladen und gezielt ansprechen.
    • Website-Besucher in verschiedene Remarketing-Gruppen unterteilen (z. B. Nutzer, die sich bestimmte Produkte angesehen haben).

 

  • Kundenspezifische Segmente in Google Ads einrichten:
     
    • Daten aus Google Analytics nutzen, um besonders wertvolle Zielgruppen zu identifizieren.
    • Lookalike Audiences einsetzen, um potenzielle Kunden mit ähnlichem Verhalten zu erreichen.

 

  • Negativ-Zielgruppen definieren, um Budgetverschwendung zu vermeiden:
     
    • Bestehende Kunden ausschliessen, wenn keine Up-Selling-Strategie vorhanden ist.
    • Nutzer filtern, die auf Karriereseiten oder Supportseiten unterwegs waren.

Landing Pages und Conversion-Optimierung weiter verbessern

Selbst die beste Anzeige bringt wenig, wenn die Landing Page nicht überzeugt. So heben Sie sich von der Masse ab:

  • Landing Pages für unterschiedliche Buyer Personas individualisieren:
     
    • Inhalte für technische Entscheider auf andere Art gestalten als für Einkaufsleiter oder Geschäftsführer.
    • Separate Landing Pages für unterschiedliche Phasen der Customer Journey.

 

  • Micro Conversions tracken, um Nutzerverhalten besser zu verstehen:
     
    • Nicht nur finale Abschlüsse messen, sondern auch frühere Aktionen wie Whitepaper Downloads oder Webinar-Anmeldungen.
    • Heatmaps und Scroll Tracking nutzen, um herauszufinden, welche Inhalte auf Landing Pages besonders gut funktionieren.

Erweiterte Remarketing-Strategien für komplexe B2B-Entscheidungsprozesse

Da die Entscheidungsphase im B2B sehr lange dauert, gehen ohne Remarketing potenzielle Kunden verloren. So beugen Sie dem vor:

  • Dynamisches Remarketing für spezifische Produktinteressen nutzen:
     
    • Nutzer basierend auf ihrem bisherigen Verhalten auf der Website erneut ansprechen.
    • Personalisierte Anzeigen mit relevanten Inhalten oder Case Studies nutzen.

 

  • Cross Channel Retargeting für eine stärkere Wirkung einsetzen:
     
    • Google Ads mit LinkedIn und YouTube kombinieren, um Entscheider auf mehreren Plattformen zu erreichen.
    • Display-Remarketing gezielt auf Nutzer ausspielen, die bereits Kontakt mit dem Vertrieb hatten.

 

  • Remarketing-Listen für Suchanzeigen (RLSA) gezielt einsetzen:
     
    • Höhere Gebote für Nutzer, die bereits auf der Website waren und erneut nach einer Lösung suchen.
    • Eigene Suchkampagnen speziell für bereits bekannte Nutzer schalten.

KI-gestützte Kampagnen-Optimierung nutzen

KI spielt eine immer wichtigere Rolle, um Google Ads Kampagnen effizienter zu gestalten. Durch Automatisierung können Sie Zeit und Geld sparen.

  • Automatisierte Regeln zur Budgetsteuerung aufsetzen:
    • Anzeigen mit einer hohen Conversion-Rate automatisch verstärken.
    • Budgets in Echtzeit basierend auf der Performance anpassen.

       
  • Performance Max Kampagnen für kanalübergreifende Optimierung testen:
    • Anzeigen werden automatisch über Suchnetzwerk, Display, YouTube und Shopping ausgespielt.
    • Besonders nützlich für Unternehmen, die verschiedene Kanäle kombinieren möchten.

Fazit: Google Ads als Motor für B2B-Erfolg #

B2B-Marketing wird immer anspruchsvoller: Entscheider in Unternehmen werden täglich mit unzähligen Informationen konfrontiert, und wer sich allein auf organische Reichweite verlässt, droht schnell im Wettbewerb unterzugehen – ganz gleich, wie überzeugend das eigene Angebot ist. Google Ads ist hier ein echter Gamechanger, sofern Kampagnen ordentlich geplant und konsequent optimiert werden. 

Möchten Sie Ihre Google Ads Kampagnen im B2B-Bereich auf das nächste Level heben? Fehlt Ihnen die Zeit oder das Know-how für die stetige Optimierung? Dann kontaktieren Sie uns noch heute! In einem unverbindlichen Erstgespräch finden wir gemeinsam heraus, wie Sie mit Google Ads langfristig erfolgreich sein und Ihr Budget effizient einsetzen können.

 

Martin Kost

Über den Autor 

Martin Kost ist Inhaber der Online Marketing Agentur Standout, schreibt seit 2011 über Online Marketing Themen und ist Autor des Buches „Überzeugen im Web“.

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Marc Wiss

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