20. Mai 2025

Google Ads für Anwälte in der Schweiz: Relevanz, Best Practices und rechtliche Aspekte

Während früher zufriedene Mandanten und Weiterempfehlungen die wichtigsten Werbeträger für Rechtsanwälte waren, hat sich die Suche nach Rechtsbeistand immer mehr ins Internet verlagert. Nicht selten entscheiden sich potenzielle Klienten dabei für eine der ersten Anwaltskanzleien, die in den Suchergebnissen erscheinen.

Die einfachste und schnellste Möglichkeit, Ihre Website sofort auf den Spitzenplätzen der Suchresultate zu platzieren und genau jene Personen anzusprechen, die aktiv nach juristischer Hilfe suchen, ist Google Ads. Mithilfe von bezahlter Werbung können Sie innerhalb von Minuten über Ihren Konkurrenten stehen.

Warum Google Ads auch für Ihre Kanzlei das Tool der Wahl sein sollte, welche rechtlichen Vorgaben Sie bei der Erstellung Ihrer Anzeigen beachten müssen und wie Sie wirklich qualifizierte Anfragen bekommen, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Die wichtigsten Learnings

  1. Klare Zielgruppenansprache
    Google Ads erlaubt es Kanzleien, gezielt potenzielle Mandanten anzusprechen, die aktiv nach juristischen Dienstleistungen suchen. Durch präzise Keywords und geografische Eingrenzungen erreichen Anzeigen genau die richtigen Personen.
  2. Rechtliche Vorgaben einhalten
    Werbung für Anwälte unterliegt strengen berufsrechtlichen Vorgaben. Anzeigen müssen sachlich, transparent und objektiv gestaltet sein. Irreführende oder übertriebene Aussagen sind unbedingt zu vermeiden.
  3. Datenschutz beachten
    Die neuen Datenschutzbestimmungen (nDSG) und Anforderungen von Google machen es erforderlich, Nutzer transparent über Tracking-Methoden aufzuklären und deren ausdrückliche Zustimmung einzuholen. Kanzleien benötigen dazu eine professionelle Consent Management Lösung.
  4. Gezielte Landingpage-Optimierung
    Eine optimierte Landingpage, die exakt auf die Anzeige abgestimmt ist, erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Mandatsanfrage erheblich. Klare Struktur, überzeugender Inhalt und einfache Kontaktaufnahme sind entscheidend.
  5. Vermeidung häufiger Fehler
    Zu generische Keywords, schlechte Anzeigenqualität oder unpassende Kampagnen-Einstellungen verursachen unnötige Kosten. Präzise Keywords, regelmässige Optimierung und passende geografische und zeitliche Einstellungen vermeiden Budgetverschwendung.
  6. Agentur oder Eigenregie?
    Die Entscheidung, Google Ads intern oder mit Spezialisten zu verwalten, sollte auf den Ressourcen und Zielen der Kanzlei basieren. Agenturen bieten professionelles Know-how, das Zeit und Kosten spart und langfristig zu besseren Ergebnissen führen kann.

Was sind die Vorteile von Google Ads für Anwälte? #

Im Vergleich zu klassischen Werbemethoden überzeugt Google Ads durch präzise Ansprache, schnelle Ergebnisse und volle Kostenkontrolle. 

Gezielte Reichweite

Im Gegensatz zu traditionellen Werbeformen wie Printanzeigen oder Plakaten spricht Google Ads ausschliesslich Nutzer an, die tatsächlich an juristischen Dienstleistungen interessiert sind.

  • Kanzleien können ihre Werbebotschaft auf Personen ausrichten, die nach spezifischen Rechtsgebieten suchen – etwa Familienrecht, Arbeitsrecht oder Strafverteidigung.
  • Auch Kanzleien, die vor allem auf Empfehlungen setzen, profitieren von Google Ads, denn empfohlene Anwälte werden oft zuerst online recherchiert. Dies geht nur, wenn eine Anwaltskanzlei auch online sichtbar ist. 

Schneller als SEO

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist langfristig eine wichtige Strategie, um organisch in den Google-Suchergebnissen zu erscheinen. Doch SEO erfordert Zeit und kontinuierliche Anpassungen – besonders in stark umkämpften Rechtsgebieten kann es Monate dauern, um auf Seite 1 zu gelangen.

  • Mit Google Ads erscheinen Kanzleien sofort auf den obersten Plätzen der Suchresultate.
  • Während SEO aufwendig ist und Geduld erfordert, bringt Google Ads sofortige Resultate.
  • Die ideale Strategie kombiniert beides: Eine SEO-optimierte Website als Basis und Google Ads für eine planbare, sofortige Mandantenakquise.

Messbarkeit und volle Kostenkontrolle

Während klassische Werbemassnahmen kaum konkrete Erfolgsmessungen zulassen, bietet Google Ads volle Transparenz:

  • Echtzeit-Daten: Klickzahlen, Kosten pro Klick und Anfragen (Conversions) lassen sich jederzeit auswerten.
  • Flexibles Budget: Werbekosten können individuell angepasst und laufend optimiert werden.
  • Effizienz durch Pay-per-Click: Kosten entstehen nur, wenn ein Nutzer tatsächlich auf die Anzeige klickt – Sie bezahlen nur für potenziell relevante Kontakte.

Rechtliche Vorgaben für Anwaltswerbung in der Schweiz #

Die Werbung für Anwälte unterliegt in der Schweiz berufsrechtlichen Einschränkungen, um die Seriosität des Berufsstands zu wahren. Gleichzeitig müssen bei Online-Werbung, insbesondere bei Google Ads, die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Besonders relevant sind hier die berufsrechtlichen Regelungen gemäss Artikel 12 lit. d des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwälte (BGFA) sowie Datenschutzbestimmungen im Bereich des Trackings.

Rechtliche Vorgaben für Google Ads in der Anwaltswerbung

Die Werbung für Anwälte ist in der Schweiz grundsätzlich erlaubt, unterliegt aber berufsrechtlichen Einschränkungen. Laut Artikel 12 lit. d des Bundesgesetzes über die Freizügigkeit der Anwälte (BGFA) muss sie sachlich, zurückhaltend und nicht irreführend sein. Reisserische Aussagen, garantierte Erfolge oder aggressive Werbemethoden sind untersagt.

Lange war unklar, ob Google Ads mit diesen Vorgaben vereinbar ist. Ein Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen vom 7. Dezember 2021 stellte jedoch klar, dass Suchmaschinenmarketing und Keyword-Werbung zulässige Werbeformen für Anwälte sind – sofern sie objektiv bleiben und keine Täuschung vorliegt.

  • Anwälte dürfen mit Google Ads für ihre Dienstleistungen werben, auch durch gezieltes Keyword-Advertising.
  • Anzeigen müssen transparent gestaltet sein und dürfen nicht den Eindruck erwecken, eine andere Kanzlei zu sein.
  • Das Bieten auf Namen anderer Kanzleien wurde im konkreten Gerichtsfall nicht als Verstoss gegen das Berufsrecht gewertet, solange keine irreführenden Inhalte verwendet werden.

Google Ads gelten somit als rechtlich zulässig, solange sie den berufsrechtlichen Vorgaben entsprechen und Mandanten nicht durch täuschende oder übertriebene Aussagen in die Irre geführt werden.

Datenschutzgesetze und Tracking-Vorgaben

Beim Einsatz von Google Ads müssen Schweizer Kanzleien auch den Datenschutz berücksichtigen. Wer auf seiner Website das Google Ads Conversion Tracking oder Remarketing einbindet, verarbeitet personenbezogene Daten wie Cookies, IP-Adressen oder Online-Kennungen der Besucher.

Seit September 2023 gilt das neue Datenschutzgesetz (nDSG), das – ähnlich wie die EU-DSGVO – vorschreibt, dass Nutzer über die Datenverarbeitung transparent informiert werden und in gewissen Fällen ihre Einwilligung geben müssen. Besonders betroffen sind Tracking-Technologien für personalisierte Werbung, da hierfür detaillierte Nutzerprofile erstellt werden.

Zusätzlich hat Google seine EU-Richtlinien zum Nutzerzustimmungs-Management auf die Schweiz ausgeweitet. Ab dem 31. Juli 2024 müssen Webseitenbetreiber, die Google-Werbeprodukte nutzen, auch in der Schweiz eine explizite Einwilligung für Cookies und personalisierte Datenverarbeitung einholen.

Konkret bedeutet dies:

  • Webseiten, die Google Ads verwenden, müssen einen Cookie-Banner bereitstellen, der Nutzern die Wahl gibt, ob sie der Nutzung von Conversion Tracking und Remarketing Cookies zustimmen.
  • Ohne eine aktive Einwilligung dürfen diese Tracking-Mechanismen nicht aktiviert werden.
  • Google fordert zudem, dass Webseitenbetreiber klar offenlegen, welche Daten erhoben und an Drittanbieter wie Google weitergegeben werden.

Schweizer Kanzlei-Websites, die Google Ads einsetzen, sollten daher

  • eine Datenschutzerklärung bereitstellen, die die Nutzung von Google Ads, Analytics und anderen Tracking-Tools erklärt,
  • eine zertifizierte Consent Management Plattform (CMP) implementieren, um die Opt-ins der Besucher zu verwalten.

Diese Anforderungen entsprechen im Wesentlichen den Datenschutzvorgaben, die in der EU bereits seit Jahren gelten.

Best Practices – Mandate gewinnen mit Google Ads für Anwälte #

Ein gut platzierter Anzeigentext oder eine optimierte Landingpage können den Unterschied machen, ob aus einem Klick ein Mandat wird. Damit Ihre Kampagne ihr volles Potenzial entfaltet, sollten alle Elemente perfekt ineinandergreifen. Die folgenden Best Practices zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Google Ads so gestalten, dass sie messbare Ergebnisse liefern.

Überzeugende Anzeigentexte schreiben

Ob auf eine Anzeige geklickt wird oder nicht, hängt massgeblich von ihrem Text ab. Ein überzeugender Anzeigentext muss relevant, präzise und ansprechend formuliert sein. Dabei gilt: Je stärker die Anzeige auf die Suchintention des Nutzers eingeht, desto höher die Klickwahrscheinlichkeit.

Ein zentraler Faktor ist die Integration der passenden Keywords in der Überschrift oder wenigstens im Anzeigentext. Sucht jemand nach Arbeitsrecht Anwalt Zürich, ist eine Anzeige mit der Überschrift Ihr Anwalt für Arbeitsrecht in Zürich besonders wirkungsvoll. Dadurch fühlt sich der potenzielle Mandant direkt angesprochen und erkennt auf den ersten Blick, dass die Anzeige für ihn relevant ist.

Neben der Keyword-Optimierung sollte der Anzeigentext die Alleinstellungsmerkmale Ihrer Kanzlei hervorheben. Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz? 

Dies könnten sein:

  • Fachanwalt-Titel oder Spezialisierungen
  • Langjährige Erfahrung in Ihrem Rechtsgebiet
  • Positive Kundenbewertungen oder hohe Erfolgsquote
  • Zusätzliche Services wie eine Notfall-Hotline oder eine schnelle Erstberatung

Ein Beispiel für eine prägnante und überzeugende Anzeige könnte lauten:

„Benötigen Sie rechtliche Unterstützung im Familienrecht? Unsere Kanzlei in Zürich bietet Ihnen fundierte Beratung und setzt sich engagiert für Ihr Anliegen ein. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin!“

Vermeiden Sie generische Floskeln wie „Ihr starker Partner“ – stattdessen sollte der Text konkret auf die Bedürfnisse der Mandanten eingehen und eine klare Handlungsaufforderung (Call-to-Action) enthalten. Testen Sie zudem verschiedene Varianten Ihrer Anzeigen, um herauszufinden, welche Formulierungen die besten Ergebnisse liefern. Dabei können unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden, etwa auf Erfahrung, Schnelligkeit oder persönliche Betreuung.

Lokale Ausrichtung optimal nutzen

Da Anwaltskanzleien in der Regel Mandanten aus ihrer unmittelbaren Umgebung betreuen, müssen die Google Ads Anzeigen und Kampagnen-Einstellungen gezielt auf den Standort abgestimmt werden.

Ein zentraler Faktor ist die geografische Ausrichtung der Kampagne. In den Standort-Einstellungen sollte exakt definiert werden, in welchen Regionen oder Städten die Anzeigen ausgespielt werden. Je nach Einzugsgebiet ist es sinnvoll,

  • eine spezifische Stadt oder Region als Zielgebiet festzulegen.
  • einen Radius um die Kanzlei zu definieren, beispielsweise zehn bis zwanzig Kilometer, um potenzielle Mandanten aus dem näheren Umfeld zu erreichen.
  • mehrere Standorte anzugeben, falls die Kanzlei in verschiedenen Städten tätig ist.

Neben den richtigen Einstellungen werden standortspezifische Keywords in den Anzeigentext integriert. Eine Anzeige mit der Überschrift „Ihr Anwalt für Mietrecht in Zürich“ spricht Nutzer direkter an als eine allgemeine Formulierung wie „Fachanwalt für Mietrecht“. Der Ortsbezug signalisiert Relevanz und schafft Vertrauen.

Zusätzlich bieten Standort-Assets (früher Standorterweiterungen) eine wertvolle Möglichkeit, wichtige Informationen direkt in der Anzeige zu platzieren. Durch die Verknüpfung mit dem Google-Unternehmensprofil (früher: Google MyBusiness) erscheinen in der Anzeige zusätzlich:

  • die Kanzlei-Adresse
  • die Telefonnummer
  • die Öffnungszeiten

Gerade für mobile Nutzer ist dies besonders vorteilhaft, da sie mit einem Klick auf die Telefonnummer direkt einen Anruf starten können.

Anzeigenerweiterungen einsetzen

Anzeigenerweiterungen sind ein wirkungsvolles Mittel, um Textanzeigen informativer und auffälliger zu gestalten. Da diese Erweiterungen ohne zusätzliche Kosten genutzt werden können, sollten sie in jeder Google Ads Kampagne integriert werden. Sie verbessern nicht nur die Sichtbarkeit der Anzeige, sondern liefern den Nutzern auch zusätzliche Anreize, darauf zu klicken.

Folgende Anzeigenerweiterungen sind besonders relevant für Anwaltskanzleien:

  • Sitelink-Erweiterungen ermöglichen es, zusätzliche Links zu relevanten Unterseiten der Website direkt in der Anzeige anzuzeigen. Beispielsweise könnten Links wie „Familienrecht – mehr Infos“„Unser Team“ oder „Jetzt Kontakt aufnehmen“ integriert werden. Dies erleichtert potenziellen Mandanten die Navigation und sorgt für eine grössere Präsenz in den Suchergebnissen.

     
  • Anruf-Erweiterungen zeigen die Telefonnummer der Kanzlei direkt in der Anzeige an. Auf Mobilgeräten erscheint zusätzlich ein Telefon-Symbol, das es Nutzern ermöglicht, mit nur einem Fingertipp einen Anruf zu starten. Damit die Kontaktaufnahme möglichst effizient ist, sollte sichergestellt werden, dass während der Geschäftszeiten immer jemand erreichbar ist.

     
  • Standort-Erweiterungen blenden die Adresse der Kanzlei sowie die Entfernung zum Nutzer ein. Besonders für Suchanfragen wie „Anwalt in meiner Nähe“ steigert dies die Relevanz der Anzeige erheblich. Die Standortangabe kann direkt mit dem Google-Unternehmensprofil verknüpft werden, sodass Nutzer sofort sehen, wo sich die Kanzlei befindet.

     
  • Callout- und Snippet-Erweiterungen bieten zusätzlichen Platz für kurze und prägnante Informationen. Callouts sind einzelne Vorteile oder Alleinstellungsmerkmale, die unter der Anzeige erscheinen, beispielsweise „Kostenlose Ersteinschätzung“„Spezialist für Arbeitsrecht“ oder „20 Jahre Erfahrung“. Snippets hingegen listen konkrete Leistungen oder Fachgebiete auf, etwa „Rechtsgebiete: Familienrecht – Erbrecht – Immobilienrecht“, damit Suchende auf einen Blick erkennen, welche Dienstleistungen angeboten werden.

Landingpage-Optimierung für bessere Conversions

Ein Klick auf Ihre Anzeige allein genügt nicht – entscheidend ist, dass der Nutzer auf der verlinkten Seite genau das findet, wonach er sucht, und möglichst unkompliziert mit Ihnen in Kontakt treten kann. Eine gezielt optimierte Landingpage sorgt dafür, dass potenzielle Mandanten nicht abspringen, sondern eine Anfrage stellen.

Die Landingpage sollte inhaltlich exakt zur Anzeige passen. Lautet die Anzeige beispielsweise „Scheidungsanwalt in Zürich“, dann sollte der Nutzer nicht auf der allgemeinen Startseite landen, sondern auf einer spezialisierten Unterseite zum Thema Scheidungsrecht. Diese muss die wesentlichen Keywords und Themen aufgreifen, damit sofort klar ist: Hier gibt es die gesuchte Unterstützung.

Einige Best Practices für eine erfolgreiche Kanzlei-Landingpage:

  • Klare Struktur und sofortige Orientierung: Der Besucher sollte auf den ersten Blick erkennen, welche Leistungen Sie anbieten und wie er Sie kontaktieren kann. Ein prägnanter Titel wie „Fachanwalt für Familienrecht in Zürich – Jetzt beraten lassen“ hilft, direkt Vertrauen zu schaffen. Darunter sollten die wichtigsten Informationen übersichtlich und verständlich präsentiert werden.

     
  • Vertrauensbildung durch relevante Elemente: Potenzielle Mandanten suchen nach einem kompetenten und seriösen Anwalt. Elemente wie ein professionelles Porträt, ein Teamfoto oder Logos von Berufsverbänden und Vertrauenssiegeln erhöhen die Glaubwürdigkeit. Echte Mandantenbewertungen oder Referenzen bauen zusätzlich Vertrauen auf.

     
  • Einfache Kontaktmöglichkeiten und Handlungsaufforderungen: Je leichter die Kontaktaufnahme, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Anfrage. Gut sichtbare Buttons oder Formulare mit klaren Aufforderungen wie „Jetzt Erstberatung anfragen“ oder „Rückruf vereinbaren“ sollten prominent platziert sein. Manche Kanzleien setzen zudem auf einen Live-Chat für schnelle Rückfragen.

     
  • Mobilfreundlichkeit sicherstellen: Viele Nutzer suchen über ihr Smartphone nach einem Anwalt. Daher muss die Landingpage mobil optimiert sein – das bedeutet schnelle Ladezeiten, eine gut lesbare Darstellung und grosse, klickbare Elemente wie Call-to-Action-Buttons oder direkte Anrufoptionen. Google bewertet mobilfreundliche Seiten positiv, was sich wiederum auf die Anzeigenqualität auswirkt.

     
  • Relevanter und überzeugender Inhalt: Die Seite sollte die wichtigsten Fragen eines potenziellen Mandanten prägnant beantworten, ohne ihn mit juristischen Details zu überfordern. Bei einer Landingpage zum Familienrecht könnten beispielsweise folgende Fragen geklärt werden: Welche Dienstleistungen bieten Sie an? Wie läuft eine Beratung ab? Warum sollte sich ein Mandant für Ihre Kanzlei entscheiden? Der Text sollte auf den Punkt gebracht sein und die wichtigsten Informationen liefern, ohne unnötige Abschweifungen.

Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden #

Viele Anwälte, die Google Ads nutzen, machen ähnliche Fehler, die entweder die Kosten unnötig in die Höhe treiben oder die Effektivität der Kampagne schmälern. Um das volle Potenzial auszuschöpfen und Budgetverluste zu vermeiden, sollten die folgenden Stolperfallen unbedingt umgangen werden.

Zu generische Keywords

Einer der häufigsten Fehler ist die Wahl zu allgemeiner Keywords wie „Anwalt“ oder „Rechtsanwalt“. Solche Begriffe sind teuer und generieren viele unpassende Klicks – beispielsweise von Personen, die nach einem Unternehmensjuristen suchen, obwohl Ihre Kanzlei auf Familienrecht spezialisiert ist.

  • Verwenden Sie präzisere Keywords, die Ihr Fachgebiet und Ihren Standort kombinieren, etwa „Scheidungsanwalt Zürich“ oder „Arbeitsrecht Kündigungsschutz Basel“.
  • Ergänzen Sie Long Tail Keywords, die konkrete Anliegen der Mandanten widerspiegeln, wie „Unterhalt berechnen lassen Anwalt Genf“.
  • Vermeiden Sie die Keyword-Option „weitgehend passend“, da Google dadurch Anzeigen auch für entfernte, oft unpassende Begriffe ausspielt. Nutzen Sie stattdessen „passende Wortgruppe“ oder „genau passend“.
  • Fügen Sie negative Keywords hinzu, um unerwünschte Klicks zu verhindern, beispielsweise „kostenlose Beratung“ oder „Anwalt werden“.

Niedrige Anzeigenqualität und schlechter Qualitätsfaktor

Ein schlechter Qualitätsfaktor führt zu höheren Klickpreisen und schlechteren Anzeigenplatzierungen. 

Häufige Ursachen für eine schlechte Bewertung sind:

  • Anzeigen, die nicht exakt zu den gebuchten Keywords passen
  • Unattraktive oder nichtssagende Anzeigentexte
  • Landingpages, die den Nutzer nicht überzeugen oder nicht zur Anzeige passen

So verbessern Sie den Qualitätsfaktor:

  • Achten Sie darauf, dass Anzeigentitel und Beschreibung die gesuchten Begriffe enthalten. Eine Suchanfrage nach „Mietrecht Anwalt Bern“ sollte auf eine Anzeige treffen, die genau diesen Begriff enthält.
  • Testen Sie verschiedene Anzeigentexte (A/B-Testing), um herauszufinden, welche Varianten besser performen.
  • Erstellen Sie für jedes Rechtsgebiet eigene Anzeigengruppen mit spezifischen Anzeigen, anstatt eine allgemeine Anzeige für alle Dienstleistungen zu verwenden.
  • Optimieren Sie die Landingpages, indem Sie relevante Inhalte bereitstellen, schnelle Ladezeiten sicherstellen und den Nutzer klar zur Kontaktaufnahme führen.

Budgetverschwendung durch falsche Kampagnen-Einstellungen

Google Ads bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. Einige Voreinstellungen führen jedoch dazu, dass das Budget ineffizient eingesetzt wird.

Häufige Fehler sind:

  • Einbindung des Displaynetzwerks in Suchkampagnen: Dies kann dazu führen, dass Anzeigen auf themenfremden Websites ausgespielt werden, statt nur bei relevanten Google-Suchanfragen. Schliessen Sie das Displaynetzwerk aus, sofern es nicht gezielt gewünscht ist.
  • Unkontrollierte automatische Gebotseinstellungen: Google empfiehlt oft Gebotsstrategien oder Keywords, die nicht unbedingt den besten ROI bringen. Prüfen Sie Vorschläge kritisch, bevor Sie sie übernehmen.
  • Fehlende geografische Einschränkung: Anzeigen sollten nur in der Region ausgespielt werden, in der potenzielle Mandanten tatsächlich nach einer Kanzlei suchen. Eine Kanzlei in Zürich hat wenig davon, wenn ihre Anzeige in der gesamten Schweiz oder gar in Deutschland ausgespielt wird.
  • Keine zeitliche Steuerung der Anzeigen: Wenn die Kanzlei nachts oder am Wochenende nicht erreichbar ist, ergibt es wenig Sinn, Anzeigen rund um die Uhr zu schalten. Nutzer, die nachts auf eine Anzeige klicken, könnten sich bis zum nächsten Werktag bereits an eine andere Kanzlei gewandt haben.

 

Mit folgenden Tipps passen Sie Ihre Kampagnen optimal an:

  • Passen Sie die Kampagnen-Einstellungen gezielt an, indem Sie das Displaynetzwerk für Suchkampagnen deaktivieren.
  • Pflegen Sie eine Liste mit negativen Keywords, um irrelevante Klicks zu vermeiden.
  • Nutzen Sie Standort- und Zeiteinstellungen, um sicherzustellen, dass Anzeigen nur dann ausgespielt werden, wenn sie sinnvoll sind.
  • Überprüfen Sie regelmässig den Tab „Suchbegriffe“ in Google Ads, um zu sehen, bei welchen konkreten Suchanfragen Ihre Anzeige erscheint. Finden Sie dort irrelevante Begriffe, fügen Sie sie als negative Keywords hinzu, um unnötige Kosten zu reduzieren.

Google Ads selbst verwalten oder eine Spezialisten beauftragen? #

Viele Anwälte starten aus Kostengründen in Eigenregie mit Google Ads. Das ist grundsätzlich machbar, erfordert jedoch Zeit und eine regelmässige Beschäftigung mit den Kampagnen. Wer diesen Weg wählt, sollte sich bewusst sein, dass die falschen Einstellungen oder eine ineffiziente Strategie dazu führen können, dass das Budget ohne nennenswerte Ergebnisse aufgebraucht wird.

Wann ist die Eigenverwaltung von Google Ads sinnvoll?

Ein eigener Kampagnenaufbau kann sich lohnen, wenn

  • genügend Zeit vorhanden ist, um sich intensiv mit Google Ads auseinanderzusetzen.
  • ein grundlegendes Verständnis für Online-Marketing und Suchmaschinenwerbung besteht.
  • die Kanzlei ein kleineres Budget hat und experimentieren möchte.
  • regelmässige Optimierungen und Anpassungen selbst übernommen werden können.

Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte sich kontinuierlich mit den Anzeigen, Keywords und Leistungsdaten beschäftigen, um unnötige Kosten zu vermeiden und die Effektivität der Kampagne zu maximieren.

Welche Vorteile bietet eine Agentur?

Eine gute Google Ads Agentur kann den Erfolg von der Kampagnen erheblich steigern, insbesondere in wettbewerbsintensiven Rechtsgebieten. Zu den Vorteilen gehören:

  • Effizientere Budgetnutzung: Google Ads Experten kennen die besten Strategien, um das Werbebudget optimal einzusetzen und den Cost per Lead zu senken.
  • Professionelle Optimierung: Kontinuierliche Anpassungen an Gebotsstrategien, Keywords und Anzeigen verbessern die Performance und verhindern unnötige Kosten.
  • Erfahrung mit Kanzleimarketing: Erfahrene Agenturen wissen, welche Anzeigentexte und Keywords für Anwälte funktionieren und wie Mandanten gezielt angesprochen werden.
  • Zeitersparnis für die Kanzlei: Anwälte können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, während Experten die Kampagnen betreuen.

Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt es?

Nicht jede Kanzlei muss sich sofort zwischen Eigenregie oder kompletter Auslagerung entscheiden. Es gibt verschiedene Modelle, um Google Ads zu managen:

  • Dienstleister übernimmt den Kampagnenaufbau, Pflege erfolgt intern: Ideal für Kanzleien, die eine professionelle Basis möchten, aber langfristig selbst optimieren wollen.
  • Erst Eigenverwaltung, dann Unterstützung durch Experten: Wer mit Google Ads startet, kann bei Bedarf Unterstützung hinzuziehen, um bestehende Kampagnen zu verbessern.
  • Langfristige Zusammenarbeit mit einem Partner: Besonders sinnvoll in stark umkämpften Rechtsgebieten, wo konstante Optimierungen notwendig sind.

Ob Google Ads intern verwaltet oder an einen externen Dienstleister ausgelagert wird, hängt von der Kanzleigrösse, dem Wettbewerb und den internen Ressourcen ab.

Darum sind Google Ads Kampagnen für Anwälte und Kanzleien unverzichtbar #

Google Ads hat sich für Schweizer Anwaltskanzleien zu einem unverzichtbaren Marketinginstrument entwickelt. Durch seine präzise Zielgruppenansprache, sofortige Sichtbarkeit und vollständige Kostenkontrolle bietet es klare Vorteile gegenüber traditionellen Werbemethoden und ergänzt optimal langfristige SEO-Strategien. Jedoch müssen Kanzleien bei der Nutzung von Google Ads spezifische berufsrechtliche und datenschutzrechtliche Vorgaben beachten, um rechtssicher zu werben.

Erfolgreiche Google Ads Kampagnen für Anwälte zeichnen sich durch klar strukturierte Anzeigentexte, genaue Keyword-Auswahl und lokale Zielgruppenansprache aus. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten Kanzleien gezielt Long Tail Keywords nutzen, Anzeigen regelmässig testen und optimieren sowie auf spezialisierte Landingpages setzen, um potenzielle Mandanten direkt zu überzeugen.

Eine entscheidende Rolle spielt ausserdem die Einhaltung der neuen Datenschutzbestimmungen, insbesondere im Hinblick auf Tracking-Technologien und Nutzerzustimmung. Kanzleien sollten rechtzeitig eine professionelle Consent Management Lösung integrieren und transparente Datenschutzerklärungen bereitstellen.

Ob Kanzleien Google Ads eigenständig managen oder auf externe Expertise zurückgreifen, hängt von ihren individuellen Ressourcen und Zielen ab. Klar ist jedoch: Die Kombination von gezieltem Google Ads Marketing mit langfristiger SEO-Optimierung ist für Rechtsanwälte in der Schweiz heute der effektivste Weg, um online sichtbar zu sein und kontinuierlich qualifizierte Mandatsanfragen zu generieren.

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Martin Kost

Über den Autor 

Martin Kost ist Inhaber der Online Marketing Agentur Standout, schreibt seit 2011 über Online Marketing Themen und ist Autor des Buches „Überzeugen im Web“.

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Marc Wiss

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