Facebook Ads Best Practice – Strassenschild Wrong Way

Facebook Ads Best Practice: 4 typische Fehler, die Sie vermeiden sollten

Bleibt der erwünschte Erfolg bei Ihren Facebook Kampagnen aus? Sind Sie ratlos, weshalb Sie Ihre Ziele nicht erreichen? In diesem Artikel zeigen wir Ihnen vier typische Fehler bei der Anzeigenschaltung, die Sie vermeiden sollten und geben Ihnen Tipps, wie man es besser macht – aus über 9 Jahren Facebook Ads Erfahrung und zahlreichen Kampagnen.

Mit Facebook Ads, den Werbeanzeigen auf Facebook, Instagram, im Audience Netzwerk und Messenger,  erreichen Sie dank hoher Nutzerzahlen zahlreiche Personen innerhalb Ihrer definierten Zielgruppe. Darüber hinaus können Sie mit Facebook Werbung Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen, Ihre Produkte oder Dienstleistungen erzielen, Leads generieren und Umsätze steigern. Damit dies gelingt, sollten Sie jedoch ein paar Punkte beachten, die Ihnen dabei helfen Ihre Kampagnen erfolgreicher und Ihr Unternehmen sichtbarer zu machen.

Wir haben vier verbreitete Fehler zusammengetragen, die den Erfolg Ihrer Facebook Kampagnen negativ beeinflussen können und geben hilfreiche Tipps, wie Sie Ihre Kampagnen wirksamer gestalten.

1.) Alles auf eine Anzeige setzen

Viele Werbetreibende neigen dazu pro Kampagne und Anzeigengruppe lediglich eine – die aus Ihrer Sicht beste – Anzeige zu erfassen. Der Text scheint auf den ersten Blick perfekt – abgestimmt auf den Unternehmensslogan, plakativ, punktgenau und cool. Was auf den ersten Blick der non-plus-ultra Anzeigentext ist, kommt bei den Usern möglicherweise doch nicht ganz so gut an. Weil die Botschaft nicht klar genug ist, der potentielle Kunde die Nachricht nicht versteht oder er sich nicht abgeholt fühlt.

Dasselbe gilt auch beim Bildmaterial: Der Ausschnitt A ist vielleicht für den User weniger aussagekräftig als Ausschnitt B. Oder Variante C mit einem ganz anderen Sujet, holt den Nutzer viel besser ab. Setzen Sie Ihr Produkt in Szene oder lassen Sie Stimmungsbilder für den Produktnutzen sprechen. Ausprobieren lohnt sich und wird Ihre Kampagnen langfristig erfolgreicher zu machen.

Und genau aus diesem Grund sollten Sie es vermeiden nur eine Anzeige pro Anzeigengruppe zu schalten und immer mit mehreren unterschiedlichen Anzeigen arbeiten. Kombinieren Sie verschiedene Texte und Bilder. Sei es in Form der dynamischen Anzeigengestaltung oder indem Sie mehrere Anzeigen mit unterschiedlichen Bild-Text-Kombinationen erfassen.

2.) Unternehmen statt User im Fokus

Bei der Ausarbeitung der Anzeigentexte steht oftmals das Unternehmen oder das Produkt im Fokus. Dabei wird häufig vergessen, dass die Anzeigentexte in erster Linie den potentiellen Kunden überzeugen sollten und es nicht darum geht, die Schokoladenseite des Unternehmens zu vermarkten. Die Idee möglichst viele USPs, Produkteigenschaften und Vorteile in einen Anzeigentext zu packen, endet in einer Glorifizierung des Unternehmens oder Produktes – der User fühlt sich dadurch nicht automatisch abgeholt.

Vermeiden Sie diesen Fehler, indem Sie nicht versuchen möglichst viele Informationen in einen Anzeigentext zu packen, sondern Sie sich genau überlegen, mit welcher Botschaft Sie Ihre potentiellen Kunden am besten erreichen können. Holen Sie Ihren potentiellen Kunden dort ab, wo sein Problem liegt.

Versetzen Sie sich bei der Erstellung der Anzeigentexte in die Lage Ihrer Kunden:

  • Mit welchen Problemen befassen sie sich, die Sie als Unternehmen lösen können?
  • Für welche Fragen können Sie dem User eine Antwort bieten?
  • Was sucht der User, dass Sie ihm anbieten können?

Zu guter Letzt vergessen Sie nicht den Nutzer zu einer Handlung aufzufordern. Erklären Sie ihm, was ihn beim Klick auf die Anzeige erwartet: «Lerne unsere Produkte kennen», «Erstelle dein individuelles Produkt», «Mach den gratis Prämiencheck», etc. Geben Sie ihm einen Hinweis darüber, welchen Mehrwert Sie ihm bieten können.

3.) Nicht in Strategie eingebettet

Werbeanzeigen zu schalten ohne dabei eine Gesamtstrategie zu verfolgen, bringt Sie Ihrem Ziel nicht unbedingt näher. Deshalb empfehlen wir Ihnen: Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer potentielle Kunden und versuchen Sie so für Ihre Unternehmensziele die passende Strategie zu definieren. Überdenken Sie diese von Zeit zu Zeit, wenn sie nicht die gewünschten Resultate bringt.

Überlegen Sie sich, wie die Customer Journey Ihrer Kunden aussieht:

  • Welche Informationen sind für Ihre Kunden wichtig, bevor Sie einen Kauf tätigen?
  • Wie können Sie Ihre Kunden am besten von Ihrem Angebot überzeugen?
  • Mit welchen Themen können Sie Interessenten am besten abholen?
  • Kennen Ihre potentiellen Kunden Ihre Marke oder Ihr Angebot oder sollten Sie zuerst auf sich aufmerksam machen und das Vertrauen gewinnen, bevor Sie massenweise Kaufabschlüsse erwarten?

Häufig braucht es etwas mehr als nur einen Touchpoint bis der Nutzer von einem Produkt oder einer Dienstleistung überzeugt ist und einen Kauf tätigt. Skizzieren Sie die Customer Journey Ihrer Kunden und bilden Sie diese anschliessend als Marketing Funnel (engl. für Trichter) ab. Mit einem Marketing Funnel verfolgen Sie das Ziel möglichst viele potentielle Interessenten zu erreichen und diese zu Kunden zu machen. Das heisst, Sie überlegen sich mit welcher Strategie Sie viele Nutzer erreichen, die Sie dann Schritt-für-Schritt Ihrem Unternehmensziel (Abverkauf, Leadgenerierung etc.) näher bringen.

Ein möglicher Marketing Funnel für die Facebook Ads könnte wie folgt aussehen:

Möglichst viele User auf Ihr Produkt/Unternehmen aufmerksam machen

Setzen Sie dafür beispielsweise auf eine Reichweite-Kampagne und wecken Sie das Interesse für Ihr Unternehmen oder Produkt mit einem packenden Video.

Interessenten erneut ansprechen und auf die Webseite bringen

Sprechen Sie in einem weiteren Schritt jene User nochmals an, welche sich für Ihr Unternehmen/Produkt interessieren oder Ihnen bereits folgen, indem Sie Lösungen, Nutzenversprechen oder zusätzliche Informationen aufzeigen und die potentiellen Kunden mit einer Traffic-Kampagne auf Ihre Webseite bringen.

Kaufabschlüsse generieren

In einem letzten Schritt sprechen Sie jene Nutzer erneut an, die sich bereits mit Ihren Produkten oder Dienstleistungen tiefer auseinandergesetzt aber noch keinen Kaufabschluss getätigt haben. Setzen Sie dafür auf eine Katalogverkauf- oder Conversion-Kampagne mit dem Ziel möglichst viele Kaufabschlüsse zu generieren.

4.) Keine aktive Kampagnenbetreuung

Sobald die Facebook Kampagne erfasst ist, sehen vielen Werbetreibende ihren Job für die nächsten Monate als erledigt. Falsch! Bleiben Sie aktiv. Schauen Sie regelmässig in die Kampagne.

Beobachten Sie, wie sich die Kampagne verändert und werten Sie aus:

  • Was hat gut funktioniert und was geht gar nicht?
  • Welche Anzeigengruppe performt am besten?
  • Welche Anzeige erzielt die besten Resultate (meisten Klicks, tiefsten Klickkosten, beste Klickrate)?

Zeichnet sich eine Performanceverschlechterung ab, sollten Sie prüfen, wie Sie die Kampagne optimieren können: Passen Sie die Zielgruppe an, erfassen Sie neue Anzeigen und testen Sie weiter. Manchmal läuft es aber auch einfach echt gut, dann ist es auch in Ordnung, wenn vorläufig keine Änderungen vorgenommen werden und erst dann reagiert wird, wenn die Effektivität der Kampagne nachlässt. 

Das heisst nicht, dass Sie täglich Anpassungen an der Kampagne vornehmen sollten, wenn mal die Kosten pro Ergebnis etwas ansteigen oder die Klickrate zwei Tage hintereinander etwas tiefer ausfällt. Lassen Sie der Kampagne vorerst genügend Zeit um zu lernen, aber behalten Sie die Kampagne trotzdem im Auge und werten Sie regelmässig aus, dann werden Sie genug früh erkennen, wenn der Erfolg Ihrer Kampagne nachlässt.

Jetzt sind Sie dran!

Vermeiden Sie diese Fehler und Sie sind auf gutem Weg wirksame und erfolgreiche Facebook Ads zu schalten. Eigentlich ist es ganz einfach:

  1. Versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe.
  2. Erstellen Sie Anzeigen für Ihre Zielgruppe und nicht für Ihr Unternehmen.
  3. Definieren Sie die passende Strategie anhand Ihrer Unternehmensziele.
  4. Testen, beobachten, optimieren.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihren Facebook Kampagnen.

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