Die 10 häufigsten Fragen zu Google Ads – Antworten vom Profi
Google Ads gehört zu den wichtigsten Hebeln für digitale Sichtbarkeit und erfolgreiche Leadgenerierung. Doch wie setzt man Kampagnen effektiv auf? Welche Fehler sollte man vermeiden? Und ab welchem Budget lohnen sich Google Ads überhaupt?
Wir haben mit Steven Winkler, Senior Online Marketing Consultant bei der Online Marketing Agentur Standout, gesprochen. Als Experte für Google Ads, SEO und Social Media betreut er seit Jahren Kund:innen aus verschiedenen Branchen und weiss, wie man Budgets effizient einsetzt und Kampagnen nachhaltig optimiert.
Frage 1: Was sind die grössten Missverständnisse über Google Ads? #
Steven Winkler: Ein typisches Missverständnis ist die Annahme, dass man Kampagnen einmal einrichtet und sie dann „von allein laufen“. In der Realität braucht es eine klare Strategie und ständige Optimierung. Nur so lassen sich langfristig gute Ergebnisse erzielen.
Auch die Vorstellung „mehr Budget = mehr Erfolg“ ist gefährlich. Ein hohes Budget schafft zwar Reichweite, aber wenn die Landingpage nicht überzeugt, entstehen keine Conversions. Ebenso kritisch sind „smarte Kampagnen“, die angeblich alles von selbst erledigen – hier optimiert Google oft nach eigenen Interessen, nicht unbedingt im Sinne des Unternehmens.
Frage 2: Welche Ziele lassen sich mit Google Ads am besten erreichen? #
Google Ads sind vielseitig. Für Leads und Verkäufe sind Search Ads und Shopping Ads sehr effektiv, da sie Nutzer im Moment der aktiven Suche erreichen.
Für Markenbekanntheit eignen sich Display Ads, YouTube-Werbung oder Discovery-Kampagnen. Hier geht es darum, Sichtbarkeit zu schaffen, selbst wenn der Nutzer gerade nicht aktiv nach einer Lösung sucht.
Frage 3: Wie finde ich heraus, ob Google Ads für mein Unternehmen geeignet ist? #
Zunächst sollte man prüfen, ob die Zielgruppe online aktiv ist und nach den eigenen Angeboten sucht. Ein ausreichendes Suchvolumen ist entscheidend. Auch die Wettbewerbsdichte und die Differenzierbarkeit des Produkts spielen eine Rolle. Und ganz wichtig: Erfolg ist nur messbar, wenn man Conversions oder Verkäufe tracken kann.
Frage 4: Welche KPIs sind wirklich entscheidend?
Das hängt stark vom Ziel ab: #
- Im E-Commerce sind ROAS (Return on Ad Spend) und Conversion-Wert entscheidend.
- Für Leadgenerierung zählen Kosten pro Lead (CPL) und die Conversion Rate.
- Im Branding-Bereich stehen Impressionen, Video-Views und Interaktionen im Vordergrund.
Es gibt also keine universell wichtigste KPI, sie muss sich immer am Kampagnenziel orientieren.
Frage 5: Reicht Learning by Doing oder braucht es Vorwissen? #
Learning by Doing ist grundsätzlich möglich – aber teuer. Fehler bei Kampagnen-Einstellungen oder Keywords können viel Geld kosten. Google bietet zwar kostenlose Schulungen, doch die erfordern Zeit und kontinuierliche Weiterbildung.
Mein Tipp: Wer professionell mit Google Ads arbeiten will, sollte sich Fachwissen aneignen oder Profis ins Boot holen.
Frage 6: Welche Warnsignale deuten darauf hin, dass Kampagnen Geld verbrennen? #
Ein Alarmzeichen sind irrelevante Suchanfragen, die Klicks erzeugen, aber nichts mit dem Angebot zu tun haben. Ebenso gefährlich: hohe Klickzahlen ohne Conversions.
Ein weiteres Warnsignal ist, wenn das Budget fast nur auf Brand Keywords geht – denn ein Teil dieses Traffics würde ohnehin organisch entstehen. In solchen Fällen zahlt man für etwas, das man auch kostenlos erhalten würde.
Frage 7: Welche Mythen rund um Google Ads sind besonders gefährlich? #
„Mit Google Ads erzielst du garantiert sofort mehr Umsatz“ – das ist schlicht falsch. Google Ads bringt Traffic und Sichtbarkeit, aber ob daraus Umsatz entsteht, hängt von Landingpage, User Experience und Conversion-Optimierung ab.
Auch der Mythos, dass Kampagnen Selbstläufer sind, ist gefährlich. Ohne aktives Monitoring läuft man Gefahr, dass Budgets in die falsche Richtung fliessen.
Frage 8: Ab welchem Budget lohnen sich Google Ads? #
Das hängt von der Branche ab. In stark umkämpften Märkten kosten Klicks schnell 10 Franken oder mehr. Wer dann nur 5 Franken Tagesbudget einsetzt, kommt nicht weit.
Als Faustregel empfehle ich mindestens 500 bis 1.000 Franken pro Monat im Suchnetzwerk. Alles darunter verlängert die Lernphase und erschwert es dem Algorithmus, die richtigen Nutzer zu identifizieren.
Frage 9: Wie verteilt man das Budget optimal? #
Das ist sehr abhängig von der Breite des Angebots, der Höhe des Mediabudgets und der Konkurrenzsituation. Eine Faustregel lautet:
- 70 % in Performance-Kampagnen (Leads, Verkäufe)
- 10 % in Brand-Kampagnen (zum Schutz der eigenen Marke)
- 20 % für Tests (z. B. A/B-Tests von Anzeigen oder Landingpages)
Frage 10: Was ist der wichtigste Tipp für nachhaltigen Erfolg mit Google Ads? #
Der wichtigste Punkt ist: Google Ads-Kampagnen brauchen ständige Betreuung. Wer sie einfach laufen lässt, verschenkt das Budget. Erfolg kommt durch regelmässige Optimierung, Testing und Anpassung an neue Entwicklungen.
Fazit: Google Ads ist ein Prozess, kein Selbstläufer #
Das Interview zeigt deutlich: Google Ads ist kein Tool, das man einmal aufsetzt und dann vergisst. Es ist ein kontinuierlicher Prozess aus Analyse, Testing und Optimierung. Wer klare Ziele setzt, KPIs richtig wählt und das Budget intelligent einsetzt, kann mit Google Ads nachhaltig Leads und Umsätze generieren.
Google Ads Guide
Wie Sie Traffic, Leads und Sales für Ihr Unternehmen erzeugen – schnell und skalierbar. Bewährte Tipps und Tricks aus dem Alltag der Google Ads Agentur Standout.