Content Marketing: Themen finden mit der Personas-Methode

Wer erfolgreich Social Media oder Content Marketing betreiben will, muss die folgende Frage beantworten können: Für welche Inhalte interessieren sich meine Zielgruppen? Mit diesem Wissen ist es als Unternehmen keine Kunst mehr, sich bei den Zielgruppen bekannt zu machen und die Kunden wie mit einem Magnet auf die Webseite zu ziehen. In diesem Blog stellen wir eine Methode vor, wie Sie in 5 Schritten an diese wertvollen Informationen kommen.

Emotions

Bewährt hat sich dabei die Personas-Methode. Sie hilft uns, die Online-Welt durch die Brille unserer Zielgruppen zu betrachten.

Was sind Kunden-Personas?

Kunden-Personas sind fiktive Personen, die bestimmte Kundengruppen repräsentieren: ideale Kunden, potenzielle Kunden für das Produkt XY, eine Kundengruppe mit speziellen Bedürfnissen etc. Von diesen fiktiven Personen machen wir uns eine möglichst plastische Vorstellung, indem wir ihr ihnen alle typischen Merkmale ihrer Kundengruppe zusprechen, zum Beispiel Alter, Charakteristik, Gehaltsklasse, Motivation, Probleme und Umfeld.

Vorteile der Personas-Methode

Ursprünglich wurden Personas von Webentwicklern erstellt, um bedürfnisgerechte Websites zu gestalten. Im Online-Marketing helfen uns Personas bei zentralen Aufgaben:

  • Informations-Bedüfnisse der Zielgruppen identifizieren
  • Probleme der Zielgruppen verstehen, die es zu lösen gilt
  • Massgeschneiderte Texte für Zielgruppen zu schreiben

Schritt 1: Personas benennen

Benennen Sie spontan maximal 3 Personas, die Ihre wichtigsten Zielgruppen repräsentieren. Geben Sie den Zielgruppenvertretern einfach die Namen, welche Ihnen in den Sinn kommen.

Geben Sie jeder Persona ein Gesicht. Verwenden Sie dazu beliebige Bilder z.B. aus Google, die zu Ihren Personas passen könnten.

Beispiel: Klaus, der Golfer

Schritt 2: Demografische Merkmale

Ordnen Sie Ihren Personas so viele demografische Merkmale wie möglich zu. Eine gute Hilfestellung ist die Aufteilung der demografischen Merkmale in drei Teilbereiche gemäss Wikipedia:

  • Sozio-Geographisch z. B. die Aufteilung nach Wohngebieten, Regionen, Kantonen etc.
  • Sozio-Ökonomisch z. B. Beruf, Einkommen, Haushaltsgröße, Ausbildung
  • Sozio-Demographisch z. B. Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht, Familienstände, Anzahl der Kinder im Haushalt, Nationalität, Religionszugehörigkeit, …

Beispiel: Die demografischen Merkmale von Klaus, dem Golfer

  • Wohnt in der Agglomeration von Zürich
  • Arbeitet als Marketing-Leiter in der Auto-Branche
  • Verdient zwischen 120’000 und 150’000 Schweizer Franken pro Jahr
  • Hat einen Master-Abschluss
  • Ist Familienvater von zwei Töchtern im Alter von 3 und 5 Jahren
  • Feierte kürzlich seinen 40. Geburtstag

Schritt 3: Probleme und Wünsche identifizieren

Dieser Schritt ist erfolgsentscheidend. Nehmen Sie sich unbedingt die Zeit, um sich in die Lage der Personas zu versetzen. Dann beantworten Sie die folgenden Fragen:

  • Welche Probleme wollen die Personas lösen?
  • Was benötigen sie, um die Probleme zu lösen?
  • Welche Wünsche haben die Personas?
  • Was benötigen sie, um sich die Wünsche zu erfüllen?
  • Nach welchen Informationen könnten sie typischerweise im Web suchen?
  • Welche Trends könnten die Branchen oder Umfelder der Personas beeinflussen?

Beispiel: Die Probleme von Klaus, dem Golfer

  • Er kommt beim Golfen einfach nicht auf das Handicap seiner Freunde und hat nicht genügend Zeit, um noch mehr zu üben.
  • Er wünscht sich, dass ihm jemand hilft, trotz Zeitmangel besser Golfen zu lernen.
  • Er sucht nach Tipps von einem Profi, um seinen Abschlag zu perfektionieren.
  • Immer mehr seiner Freunde erzählen von hilfreichen Video-Tutorials, dank denen sie besser spielen.

Schritt 4: Online-Verhalten identifizieren

Sie wissen jetzt, wer Ihre Personas sind und welche Bedürfnisse sie haben. Nun benötigen Sie noch Informationen über das Verhalten der Zielgruppen im Web. Diese können Sie einfach erraten, oder anhand von Website-Analysen, Befragungen oder Experimenten datenbasiert eruieren.

Orientieren Sie sich dabei an den folgenden Fragen:

  • Wie nutzen Ihre Personas das Internet?
  • Sind sie privat auf Facebook vertreten?
  • Nutzen sie Facebook beruflich?
  • Welche weiteren Social Networks nutzen sie?
  • Welche Suchbegriffe (Keywords) geben sie bei Google ein?
  • Welche Art von Newsletter würden sie am ehesten abonnieren?
  • Würden sie eher Artikel lesen, Videos schauen oder Bilder betrachten?
  • Sind sie eher an Unterhaltung interessiert oder an informativen Inhalten?

Beispiel: Online-Verhalten von Klaus, dem Golfer

  • Klaus ist als Automobil-Marketing-Profi ein Internet-Poweruser
  • Er nutzt Social Media sowohl privat wie auch beruflich
  • Er würde einen Newsletter mit Golf-Tipps von einem Profi abonnieren
  • Er sucht aktiv nach Video-Tutorials, um seine Technik zu verbessern

Schritt 5: Probleme lösen und Wünsche erfüllen

Sie haben jetzt alle Informationen die sie benötigen. Erstellen Sie jetzt einfach Inhalte, mit denen sie dazu beitragen, die Probleme ihrer Personas zu lösen oder deren Wünsche zu erfüllen. Bieten Sie möglichst praktische Hilfestellungen an.

Beispiel: Inhalte, die Klaus, den Golfer ansprechen

  • Videotutorials: Ein Golflehrer erklärt, worauf man beim perfekten Abschlag achten muss
  • Blogartikel: Die 10 häufigsten Fehler beim Golfen, die ein tiefes Handicap verhindern
  • Newsletter mit dem Titel „Step by Step zu einem tiefen Handicap“
  • Premium Content: 10 Online-Golf-Lektionen zur perfekten Vorbereitung auf das nächste Turnier

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

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    1. […] der Personas-Methode lernen Sie Ihre Zielgruppen besser verstehen, um die Akquisemassnahmen perfekt darauf abzustimmen. […]

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