Facebook-Seiten extern betreuen lassen

Auf Facebook lassen sich Marken stärken, bestehende Kunden an ein Unternehmen binden und neue Kunden gewinnen. Voraussetzung ist eine professionelle Betreuung, was spezielles Know-how und täglich Zeit benötigt. Sind diese Ressourcen intern nicht vorhanden, kann eine externe Betreuung Abhilfe schaffen.

Facebook-Seiten werden von Unternehmen oft als etwas Persönliches wahrgenommen. “Die Kunden wollen doch mit uns kommunizieren und nicht mit einer Agentur!”, höre ich deshalb immer wieder wenn es um die externe Betreuung von Facebook-Seiten geht.

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Nutzer wollen Brands und kompetente Antworten

Anfangs teilte ich diese Meinung. Durch meine Erfahrungen komme ich nun zum Schluss, dass Konsumenten auf Facebook hauptsächlich mit abstrakten Marken oder Unternehmen kommunizieren wollen, weniger mit den Angestellten dahinter. Konkret: Ein Making-of eines neuen Produkts kann sehr willkommen sein, das gilt auch für die Gedanken der Entwickler dazu. Für den Teamausflug der Entwicklungsabteilung hingegen interessiert sich kaum jemand.

In der direkten Kommunikation zählt für Konsumenten auf Facebook primär eine schnelle, kompetente und verbindliche Antwort auf Ihre Frage. Das bedeutet, der Community Manager muss Zugang zu den entsprechenden Infos und internen Ansprechpersonen haben. Auf wessen Lohnliste er steht, spielt dabei keine Rolle.

Die interne Ressourcenfrage

Aus Nutzer-Sicht ist die externe Betreuung von Facebook-Seiten also unproblematisch. Entscheidender ist die Frage, ob ein Unternehmen intern die benötigten Ressourcen zur Verfügung stellen kann und will. Gefragt sind Zeit und Know-how.

Zeitaufwand

Für die seriöse Bewirtschaftung einer mittleren Facebook-Seite mit mehr als 1’000 Likers sind folgende Arbeitsschritte notwendig:

  • 3-5 Einträge pro Woche erstellen und posten
  • Tägliche Checks der Seite
  • Rasche Beantwortung von Kommentaren
  • Absprache mit Ansprechpersonen aus unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens
  • Themenplanung
  • Statistik-Auswertungen
  • Laufende Anpassung des Know-hows (z.B. Änderungen der Facebook-Richtlinien oder technische Änderungen)

Diese Aufgaben benötigen bei einem internen Mitarbeiter, der die Seite “nebenbei” betreut durchschnittlich mehrere Stunden pro Tag. Ein Facebook-Profi ist wesentlich schneller. Intern besteht zudem die Gefahr, dass das Tagesgeschäft plötzlich die geplanten Ressourcen beansprucht.

Know-how

Neben der Zeit muss ein Seitenbetreuer auch über spezielles Know-how verfügen:

  • Gute schriftliche Ausdrucksweise und gestalterisches Flair
  • Technisches Know-how zu Facebook-Seiten und Funktionen
  • Kenntnisse der aktuellen Online-Marketing-Trends
  • Feingefühl und Erfahrungen im Umgang mit Kritik
  • Statistiken auswerten und die richtigen Schlüsse ziehen können
  • Spezifische Wissen über die Produkte, das Unternehmen und die Geschäftsstrategie
  • Strategisches Social-Media-Verständnis: Mit welchen Inhalten mache ich das Unternehmen im Kerngeschäft erfolgreicher?

Dieses Know-how kann von einem Externen vorausgesetzt werden. Intern muss es in der Regel erst aufgebaut werden.

Drei Möglichkeiten für Unternehmen

Grundsätzlich haben Unternehmen drei Möglichkeiten, wenn sie Facebook professionell nutzen wollen:

  • Know-how und Zeitressourcen intern aufbauen, bzw. einen erfahrenen Community Manager einstellen
  • Aufgabe an einen externen Spezialisten delegieren
  • Interne und Externe teilen sich die Arbeit auf. Z.B. kann ein Externer bestimmte Inhalte oder fertige Posts zuliefern, während ein Interner koordiniert und sich um die Rückfragen von Nutzern kümmert.

Welche dieser Lösungen die beste ist, lässt sich nicht generell sagen. Zur Entscheidungsfindung empfehlen sich eine Prüfung der internen Ressourcen und eine Vollkostenrechnung für alle drei Varianten.

Fazit

Dank Erfahrungen und Spezialisierung kann die Qualität der Facebook-Seiten-Betreuung durch Externe in vielen Fällen erhöht werden. Voraussetzung ist eine reibungslose Kommunikation mit internen Ansprechpartnern. Externe sind trotz höherem Stundensatz bei einer Vollkostenrechnung oft günstiger, da Unternehmen von deren Know-how und Erfahrung profitieren.

3 Kommentare
  1. Christian Mäder
    Christian Mäder says:

    Ich habe für Agenturen schon Social Media Communites wie FB-Page und Twitter extern betreut. Meine Erfahrung zeigt aber, dass das Community Management aus der Firma selber betrieben werden sollte. Zumindest muss eine Ansprechsperson definiert werden. Nur so wird authentisch kommuniziert und es kann prompt reagiert werden.
    Die Aufgabe der Agentur sehe ich eher in der Konzeption, Beratung und Schulung was Community Management betrifft.

    Antworten
  2. Martin Kost
    Martin Kost says:

    Hallo Christian
    Danke für den Kommentar und schön von dir zu hören! Du hast natürlich vollkommen recht, ein externer Community Manager braucht unbedingt einen guten Kontakt ins Unternehmen.

    Idealerweise arbeitet er mit mehreren Ansprechpersonen zusammen, um sämtliche Anfragen schnell und kompetent klären zu können. Bei diesen Ansprechpartnern holt er sich auch Inputs für den Redaktionsplan. Dann sehe ich bez. Authentizität kein Problem.

    Je nach Unternehmen kann die Agentur unterschiedliche Funktionen übernehmen. Manche Firmen sind einfach froh, wenn ihnen jemand die Arbeit abnimmt.
    Hauptsache, sie erreichen mit dem eingesetzten Budget mehr Ziele als mit anderen Marketing-Möglichkeiten.

    Antworten
  3. rico horber
    rico horber says:

    Guten Tag

    Ich mache das Management für diese Band und wir brauchen unbedingt jemanden der die FB page Betreuung, mehr traffic etc, machen kann…

    Besten Dank für Ihr Angebot!!!

    gruss rico horber

    Antworten

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