B2B-Marketing: Wie Sie zum Meinungsführer werden

Stellen Sie sich vor, Sie oder Ihr Unternehmen sind/ist der unbestrittene Meinungsführer in Ihrer Branche. Welche der folgenden Vorteile könnten Sie dann gegenüber Ihren Mitbewerbern verbuchen?

  • Ihre Botschaften gelten als glaubwürdiger.
  • Es wird mehr über Sie gesprochen.
  • Neukunden wenden sich an Sie, weil Sie mit den Besten arbeiten wollen.
  • Bestehende Kunden sind loyaler.
  • Für Ihre Kunden ist es ein Imagevorteil, mit Ihnen zu arbeiten.
  • Der Vertrieb wird dank des Vertrauensbonus einfacher.
  • Sie können Geld für Marketing-Massnahmen sparen.
  • Sie kommen einfacher an die besonders lukrativen Kunden heran.

Wahrscheinlich treffen auch in Ihrem Fall die meisten dieser Punkte zu. Die Vorteile der Meinungsführerschaft sind also gewaltig und machen diese zu einem der mächtigsten Tools im B2B-Marketing. Aber wie wird man zum Meinungsführer? Überdurchschnittliche Leistung über eine längere Zeit zu erbringen, ist sicher eine perfekte Voraussetzung. Zwingend ist eine solche Tradition jedoch nicht und dass sie allein nicht ausreicht, verdeutlicht uns der legendäre Unternehmer Henry Ford mit dem folgenden Zitat:

“Enten legen ihre Eier in aller Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt isst Hühnereier.

Oder stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sitzen bei einem Fest mit unbekannten Leuten an einem Tisch. Dabei kommt die Runde auf ein Thema zu sprechen, in dem Sie der absolute Experte sind. Ihr Tischnachbar hat zwar nicht viel Ahnung davon, spricht aber die meiste Zeit in einem erklärenden Tonfall und die anderen Gäste hängen so an seinen Lippen, dass Sie gar nicht dazu kommen, das Wort zu ergreifen und etwas entnervt schweigen. Was denken Sie, wer gilt später als DER Experte?

Es mag manchmal falsch sein, aber es ist nachvollziehbar: Als Meinungsführer gilt derjenige, der sich zu einem Thema regelmässig äussert, und zwar so, dass er verstanden wird und den Empfängern das Gefühl gibt, etwas zu lernen.

11 Tipps zur Meinungsführerschaft

Genau so funktioniert es auch im B2B-Marketing. Deshalb habe ich Ihnen eine Liste mit 11 Tipps zusammengestellt, wie Sie zum Meinungsführer in Ihrer Branche werden können:

1. Verkaufen Sie im ersten Schritt nichts ausser Lösungsideen

 

Mit werberischen und verkäuferischen Texten werden Sie viel weniger Aufmerksamkeit erhalten, als wenn Sie den Lesern ohne Eigeninteresse Lösungsideen für deren dringlichsten Probleme präsentieren.

2. Bleiben Sie am Ball

 

Sie können sich noch so genial zu einem Thema äussern, wenn Sie dies nur einmal tun, werden Sie keinen nachhaltigen Erfolg damit erzielen.

 

3. Schränken Sie Ihre Zielgruppe ein

Sie können nicht für alle Menschen gleichzeitig relevant sein. Wenn Sie Ihre Zielgruppe auf einen klar definierten Kreis einschränken, steigen Ihre Chancen auf die Meinungsführerschaft deutlich. Mit Ihrem Geschäft haben Sie sich ja auch auf eine genau definierte Zielgruppe ausgerichtet, oder?

4. Setzen Sie sich mit den Bedürfnissen Ihres Publikums auseinander

Relevant werden Sie, indem Sie die Probleme und Wünsche Ihrer Zielgruppe aufgreifen und Lösungsvorschläge präsentieren. Dazu müssen Sie ganz genau wissen, was Ihre Zielgruppe nachts nicht schlafen lässt.

5.  Sprechen Sie in der Sprache Ihrer Zielgruppe

Wenn Sie sich an Laien wenden, können Sie mit Fachchinesisch kaum punkten. Lernen Sie, die Sprache des Publikums zu sprechen.

6. Steigen Sie in Diskussionen ein

Social Media bieten sehr gute Möglichkeiten, Diskussionen rund um Ihr Spezialgebiet zu finden oder sie sogar selbst anzustossen. Nehmen Sie aktiv an diesen Gesprächen teil und zeigen Sie Engagement.

7. Teilen Sie Ihr Wissen

Die Zeiten von „Wissen ist Macht“ sind seit der digitalen Revolution vorbei. Heute gilt: “The first who shares is king.”

8. Sprechen Sie öffentlich über Ihr Thema

In den Köpfen der Menschen scheint tief und fest verankert zu sein, dass jeder, der öffentlich über ein Thema spricht, ein absoluter Experte ist. Profitieren Sie davon.

9. PR

Ähnliches wie für das Sprechen in der Öffentlichkeit gilt auch für PR: Wer in der Zeitung oder in einem Magazin erwähnt wird, ist Meinungsführer.

10. Nutzen Sie Social Media

Teilen Sie regelmässig gute Artikel von Ihnen oder anderen zu Ihrem Thema über Ihre Social-Media-Kanäle.

11. Suchmaschinenoptimierung

Optimieren Sie Ihre Webinhalte für die Suchmaschinen rund um die relevanten Suchbegriffe zu Ihrem Thema.

Fazit

Die Meinungsführerschaft an sich zu reissen, ist absolut möglich, passiert aber nicht von allein. Es steckt harte Arbeit dahinter. Die meisten Aufgaben drehen sich rund um das Thema Content-Marketing, bei dem es um die Erstellung von relevanten Inhalten für die Zielgruppe geht.

Next Step – vom Content- zum Inbound Marketing

Wer nicht nur die Meinungsführerschaft anstrebt, sondern systematisch mehr qualifizierte Leads über seine Webseite erzeugen will, für den eignet sich die Inbound-Marketing-Methode. Diese funktioniert über vier Schritte:

Schritt 1: Besucher auf die Website bringen

Schritt 2: Besucher zu Leads machen

Schritt 3: Leads zu Kunden machen

Schritt 4: Kunden zu Empfehlern machen

Wenn Sie mehr über die Inbound-Marketing-Methode erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen das E-Book „Inbound Marketing – was Unternehmer und Marketingverantwortliche darüber wissen sollten“.

 

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