Das Vertrauen von Kunden im Web gewinnen

Unternehmen, die Kontaktanfragen oder Onlineverkäufe über ihre Websites generieren möchten, müssen sich einer zentralen Herausforderung stellen: dem Aufbau von Vertrauen bei Kunden. Denn mit jeder Kontaktaufnahme und mit jedem Onlinekauf liefert sich der Kunde einem gewissen Risiko aus.

Viele Unternehmen unterschätzen das Risiko, welches die Kunden bei einem Kauf oder einer Kontaktaufnahme eingehen. Aber vergessen Sie nicht: Die Kunden haben kaum die Möglichkeit, Ihr Angebot zu eingehend zu prüfen. Dazu fehlt Ihnen das Know-how.

Sie als Anbieter verfügen hier über einen weiten Wissensvorsprung. Wie können Kunden wissen, dass Sie diesen Wissensvorsprung nicht für falsche Versprechen ausnutzen?

Kurz: ohne Vertrauen keine Kontaktanfragen oder Onlineverkäufe!

Zum Glück gibt es eine Reihe von bewährten Massnahmen, mit denen sich online Vertrauen aufbauen lässt.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie der Vertauensaufbau im Web funktioniert. Am Schluss finden Sie eine Checkliste mit praktischen Tipps, die Sie für Ihr Unternehmen anwenden können.

Zunächst hilft es, die zwei wichtigsten Arten von Vertrauen unterscheiden zu können:

Kognitives und emotionales Vertrauen

Lassen Sie mich mit einem kurzen Beispiel beginnen:

Marcel ist Ingenieur in einem Maschinenbauunternehmen. Für die Weiterentwicklung einer Maschine sucht er Zulieferer für Spezialteile.

Im Verlauf seiner Internetrecherche stösst er auf einen Anbieter, von dem er noch nie gehört hat. Die Website dieses ihm noch unbekannten, eher kleineren Industriezulieferers spricht Marcel zwar spontan an. Marcel gefällt besonders, dass sich diese Unternehmen genau auf diese Art von Sonderanfertigungen spezialisiert haben, die er für seine Weiterentwicklung benötigt. Gemäss den Angaben auf der Website scheint das Angebot die perfekte Lösung für sein Problem zu sein.

Dennoch zögert Marcel mit der Kontaktaufnahme. Er fühlt sich nicht sicher. Bei der Suche eines Zulieferers steht für ihn viel auf dem Spiel. Ein unzuverlässiger Partner könnte sein ganzes Projekt gefährden. Er muss einem Partner also 100%ig vertrauen können. Woher aber weiss er, ob das bei diesem Anbieter der Fall ist?

Genau genommen muss dieser Zulieferer Marcels Vertrauen gleich zweimal gewinnen. Denn der Vertrauensprozess findet auf zwei Ebenen gleichzeitig statt:

Kognitives Vertrauen

Beim kognitiven Vertrauen handelt es sich um wissensbasiertes Vertrauen. Es beschreibt die Einschätzung des Interessenten, ob er den Anbieter für fachlich kompetent hält und ob er ihm die notwendige Verlässlichkeit zutraut. Marcel baut also kognitives Vertrauen auf, wenn es dem Zulieferer gelingt, das nötige Knowhow und die Ausführungskompetenz zum Beispiel mit Case Studies zu beweisen.

Emotionales Vertrauen

Das emotionale Vertrauen beschreibt die vertrauensrelevanten Gefühle des Interessenten gegenüber dem Anbieter:

  • Fühlt sich der Interessent sicher?
  • Fühlt sich der Interessent wertgeschätzt?
  • Fühlt sich der Interessent umsorgt?

Der Aufbau von emotionalem Vertrauen ist anspruchsvoller als beim kognitiven Vertrauen. Es handelt sich um einen sensiblen Prozess, der mit dem ersten Besuch auf der Website startet. Bei jedem weiteren Kontaktpunkt zwischen Anbieter und Interessent entwickelt sich der Vertrauensprozess weiter. Jede positive Erfahrung baut emotionales Vertrauen auf. Bei jeder negativen Erfahrung wird das Vertrauen infrage gestellt.

Das emotionale Vertrauen ist nicht nur anspruchsvoller aufzubauen, sondern auch ungleich mächtiger als das kognitive Vertrauen. Wenn Sie als Anbieter emotionales Vertrauen aufgebaut haben, dann vereinfacht dies auch den Abbau von Einwänden und  erhöht die Glaubhaftigkeit der Nutzenkommunikation. Entsprechend schneller sind die Interessenten bereit, mit dem Anbieter Kontakt aufzunehmen.

Social Proof – den Herdentrieb nutzen

Wann haben Sie zum letzten Mal ein Hotel gebucht, ohne zuvor die Bewertungen anderer Gäste anzuschauen? Falls das bei Ihnen schon länger her ist, sind sie damit nicht alleine. In einer Studie von Tripadvisor geben 87 % der Reisenden an, dass Hotelbewertungen ihnen mehr Sicherheit bei der Buchungsentscheidung geben.

Ein Grund dafür ist ein psychologisches Prinzip, das besagt, dass sich Menschen in ihrem Verhalten an dem Verhalten anderer Menschen richten. Dieses Prinzip nennt sich Social Proof oder auf Deutsch auch soziale Bewährtheit.

Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Social Proof als Onlinemarketing-Instrument einsetzten und sich die psychologischen Abläufe im Gehirn Ihrer Kunden zu Nutze machen, um diese von Ihrem Produkt, Ihrer Dienstleistung oder Ihrer Marke zu überzeugen.

Wie Social Proof funktioniert

An einem ganz gewöhnlichen Samstag stand eine Person an einer Strassenecke und schaute eine Minute lang in den Himmel, ohne dass dort etwas Besonderes zu sehen war. Die drei Psychologen Milgram, Bickman und Berkowitz beobachteten die Szene und achteten dabei besonders auf die Reaktion der Passanten. Die meisten Personen beachteten den Himmelsgucker kaum, gingen einfach an ihm vorbei, nur wenige hielten an und schauten ebenfalls in den Himmel, um nachzusehen, was dort los ist.

Später platzieren die Psychologen fünf Personen an der Strassenecke, die alle eine Minute lang in den Himmel schauten. Dieses Mal hoben fünfmal mehr Passanten ihr Köpfe und überprüften den Himmel nach einem sehenswerten Ereignis. Als die Versuchsleiter 15 Testpersonen in den Himmel gucken liessen, taten es ihnen bereits 45 % der Passanten gleich. Als dann später noch mehr instruierte Himmelgucker platziert wurden, konnte der Anteil an nacheifernden Passanten bis auf 80 % erhöht werden.

Die Psychologen belegten mit diesem Experiment das Social Proof-Prinzip. Anscheinend glauben die Menschen, dass je mehr andere Menschen etwas tun oder glauben, desto eher muss es einen Grund dafür geben.

Das Verhalten der Passanten in diesem Beispiel ist gut nachvollziehbar und absolut rational. Wenn fast alle Menschen in den Himmel starren, gibt es unter normalen Umständen dort etwas Interessantes zu sehen.

Genauso rational ist die Berücksichtigung von Hotelbewertungen bei der Buchung eines Zimmers. Wenn Sie das tun, dann stufen Sie wahrscheinlich Kundenaussagen über die Qualität des Hauses glaubwürdiger ein als Aussagen auf der Website des Hotels. Denn Kunden haben im Gegensatz des Hotels kein Interesse daran, die Leistung schönzureden.

Social Proof beeinflusst uns aber auch auf völlig irrationale Weise. Der Pionier der Überzeugungspsychologie, Robert B. Cialdini, beschreibt einen solchen Effekt in seinem Buch Die Psychologie des Überzeugens am Beispiel von Einspielungen künstlicher Lacher in TV-Sendungen. Die eingespielten Lacher sind für jeden Zuschauer als künstlich hinzugefügte Effekte zu erkennen. Dennoch hat sich herausgestellt, die Sendungen mit diesen Lachern als lustiger eingestuft werden. Dieses Beispiel zeigt gut, dass es sich bei Social Proof um ein Prinzip handelt, das wir nur bedingt steuern können. 

Cialdini weist darauf hin, dass es normalerweise durchaus sinnvoll ist, Handlungen als angemessen zu betrachten, wenn wir sie auch bei anderen beobachten. Denn diese Verhaltensweise hilft uns, komplizierte Entscheidungsvorgänge abzukürzen und schnell eine gute Wahl zu treffen. Dass andere das Gleiche tun, gibt uns eine bestimmte Sicherheit. Diese Vereinfachung macht uns aber auch zu leichten Opfern für diejenigen, die bewusst mit diesem Prinzip arbeiten. Als Beispiele nennt Cialdini Barkeeper, die im Voraus eigene Geldscheine in die Trinkgeldgläser legen, um damit den Gästen zu suggerieren, dass es in diesem Lokal normal sei, einen Schein als Trinkgeld zu geben. Auch Diskotheken und Clubs arbeiten mit Social Proof, indem sie die ersten Gäste vor der Türe Schlange stehen lassen, obwohl innen noch kaum Leute sind. Und natürlich ist es ein alter Werbertrick, ein Produkt als „meistverkauft“ anzupreisen, denn so viele Kunden können sich schliesslich nicht irren.

Social Proof kann aber auch zu sehr irrationalem Verhalten führen. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Studie über das Verhalten von Augenzeugen bei einer Gegenüberstellung. Den Testpersonen wurde ein Bild eines vermeintlichen Täters im Zusammenhang mit einer Gewalttat gezeigt. Danach mussten die Testpersonen aus einer Reihe von vier Männern den Angreifer identifizieren. Diese Aufgabe wurde in einer Gruppe mit vier Testpersonen durchgeführt, von denen einer nur eine Testperson spielte und in Wirklichkeit der Versuchsleiter war. Wenn der Versuchsleiter als erste Person antwortete und auf den falschen Täter zeigte, pflichteten ihm die echten Versuchsteilnehmer bei, weil sie sich nicht gegen die vermeintliche Meinung der Gruppe stellen wollten. Dieses Experiment wurde unter verschiedenen Umständen durchgeführt. Wenn den Testpersonen gesagt wurde, dass ihre Entscheidung ernsthafte Konsequenzen für den Täter haben würde, hat sich der Effekt tragischerweise sogar noch verstärkt.

Und so können Sie Social Proof nutzen, um das Vertrauen Ihrer Kunden im Web zu gewinnen:

Testimonials

Eine der am einfachsten umzusetzenden Möglichkeiten, um vom mächtigen Social-Proof-Effekt profitieren zu können, besteht darin, so genannte Testimonials auf der Website anzuzeigen. Testimonials sind kurze Kundenstatements. Sie bestehen in der Regel aus folgenden Elementen:

  • Ein Bild des Kunden
  • Ein Zitat, das den versprochenen Nutzen des Angebots bestätigt
  • Name und Funktion des Kunden

Der Vorteil von Testimonials ist, dass sie verhältnismässig einfach und schnell erstellt werden können, indem man zufriedene Kunden um ein Statement anfragt. Der Nachteil ist, dass die Glaubwürdigkeit von Testimonials beschränkt ist. Sie beweisen nur, dass es Kunden gibt, die mit dem Angebot zufrieden sind. Über den Anteil an unzufriedenen Kunden sagen Testimonials nichts aus.

Social Media

Social Media bieten hervorragende Möglichkeiten, um Social Proof herzustellen. Im Gegensatz zu den Testimonials sind Social Media vertrauenswürdiger. Während Anbieter auf ihrer Website nur positive Testimonials veröffentlichen, stehen Social Media auch für kritische Kundenstatements offen.

Hauptsächlich geht es bei Social Proof via Social Media aber eher um Quantität als um Qualität. Typische Anwendungen sind:

  • Den Interessenten darauf hinweisen, wie viele Fans und Follower das Unternehmen auf Facebook, Twitter, Instacam & Co. hat. Wenn so viele User das Unternehmen „mögen“, dann kann das Angebot nicht schlecht sein.
  • Den Interessenten darauf hinweisen, wie oft die Blogartikel des Unternehmens auf Faceboook, Twitter, Google & und Co. geteilt wurden. Wenn so viele User die Inhalte weiterverbreiten, zeugt das von hoher Relevanz und viel Knowhow.
  • Wenn Freunde oder Bekannte auf Facebook oder Business-Portalen wie LinkedIn oder Xing mit dem Unternehmen verbunden sind, steigt der Social-Proof-Effekt zusätzlich.

Bewertungen

Bewertungen sind radikal transparent und damit unbedingt glaubwürdig. Dies trifft zumindest zu, wenn sie auf einer unabhängigen Bewertungsplattform wie zum Beispiel Tripadvisor für Hotels abgegeben werden.

Sind Kundenbewertungen auf Websites von Anbietern zu sehen, ist es möglich, dass der Anbieter sich vorenthält, unliebsame Bewertungen nicht zu veröffentlichen.

Zahlen

Zahlen sind ein weiteres wirksames Mittel, um den Social Proof Effekt ins Spiel zu bringen. Typische Anwendungen sind:

  • Erwähnen, wie viele Kundenprojekts bereits erfolgreich durchgeführt wurden
  • Aufzählen, wie viele Kunden sich bereits für Sie als Anbieter entschieden haben
  • Bestseller-Effekt: Erwähnen, welches Angebot die meisten anderen Kunden kaufen
  • Die Anzahl Subscribers auf dem Newsletter-Verteiler erwähnen, um Interessenten zur Registrierung zu bewegen

Mit diesen Zahlen zeigen Sie dem Kunden, dass bereits sehr viele andere Personen diese Entscheidung getroffen und nicht bereut haben. Damit nehmen Sie ihm die Angst, eine Fehlentscheidung zu treffen.

Authority

1974 schaltete der Psychologieprofessor Stanley Milgram in einer Lokalzeitung von New Haven eine Anzeige, in der er Versuchspersonen vier Dollar für die Teilnahme an einem wissenschaftlichen Experiment versprach. Mit 40 Personen vereinbarten Professor Milgram und sein Team einen Termin für die Durchführung des Experiments.

Vor dem eigentlichen Experiment trafen die Versuchspersonen mit dem Experimentleiter und einer weiteren angeblichen Versuchsperson für die Instruktion zusammen. Der Versuchsleiter erklärte, dass sie den Zusammenhang zwischen Lernerfolg und Bestrafung untersuchen würden. Beim Experiment würde eine Person die Rolle des Lehrers übernehmen und die andere die Rolle des Schülers.

Die Versuchspersonen, die sich auf das Inserat gemeldet hatten, bekamen die Rolle des Lehrers. Seine Aufgabe bestand darin, den Schüler, der auf einem verkabelten Stuhl sass, über ein Schaltpult mit elektrischen Schlägen zu versehen, wenn dieser Fehler beim Zusammensetzen von Wortpaaren begann.

Das Experiment begann mit Stromschlägen von tiefer Spannung, auf die der Schüler bloss mit einem leichten Zucken reagierte. Mit jedem Fehler wurde die Spannung erhöht, ab 75 Volt begann der Schüler zu grunzen. Wenn „Lehrer“ Zweifel über die Fortführung des Experimentes äusserten, entgegneten die Versuchsleiter: „Bitte, fahren Sie fort“ oder „Das Experiment erfordert, dass Sie weitermachen“. Ab einer Spannung von 120 Volt reagierten die Schüler mit Schmerzensschreien auf die Bestrafungen von Fehlern. Und bei 150 Volt sagte der am Stuhl befestigte Schüler, dass er das Experiment abbrechen wolle. Der Experimentleiter aber forderte den Lehrer dazu auf, weiter zu machen: „Sie müssen unbedingt weitermachen.“ Bei 200 Volt gab der Schüler Schrei von sich, die einem das Blut in den Adern gefrieren liessen. „Sie haben keine Wahl, Sie müssen weitermachen!“, sagte der Versuchsleiter und liess den Lehrer die Spannung weiter erhöhen. Ab 300 Volt verweigerte der Schüler die Antwort. Der Versuchsleiter forderte den Lehrer auf, keine Antwort als Fehler zu interpretieren und den Schüler entsprechend zu bestrafen. So ging es weiter, bis der Schüler das Bewusstsein verlor.

Was der Lehrer bei diesem dramatischen Experiment nicht wusste, ist, dass der Schüler gar kein Versuchsteilnehmer ist, sondern ein Schauspieler. Die die Reaktionen auf die vermeintlichen elektrischen Schläge waren nur gespielt. Im Experiment ging es in Wirklichkeit nur darum herauszufinden, wie weit der Lehrer tatsächlich gehen würde, wenn ihn der Versuchsleiter als Autoritätsperson dazu auffordert. Das Resultat war erschreckend:

  • 26 Personen gingen in diesem Fall bis zur maximalen Spannung von 450 Volt
  • Nur 14 Personen brachen vorher ab

Die grosse Mehrheit der Versuchsteilnehmer war also bereit, im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments einen anderen Menschen fast zu Tode zu quälen, nur weil es eine Person mittlerer Autorität von ihnen verlangt hatte.

Dieser Versuch zeigt eindrücklich, wie stark wir Menschen uns von Autoritäten beeinflussen lassen. Was bedeutet das für die Leadgenerierung? Sie können den Autoritätseffekt nutzen, um Vertrauen aufzubauen. Das tun Sie, indem Sie externe Autoritäten für sich sprechenlassen und die eigene Autorität auf Ihrem Gebiet unter Beweis stellen.

Und so können Sie das Authority-Prinzip nutzen, um das Vertrauen von Kunden im Web zu gewinnen:

Externe Autoritäten für sich sprechenlassen

Externe Autoritäten sind Personen oder Organisationen ausserhalb Ihres Unternehmens, die ein hohes Ansehen in Ihrer Branche geniessen. Wenn Sie diese Autoritäten für sich sprechenlassen, dann profitieren Sie von deren Glaubwürdigkeit und bauen Vertrauen in das eigene Angebot auf. Typische Anwendungen sind:

  • Labels wie zum Beispiel Qualitätszertifikate
  • Gute Testergebnisse bei Expertentests
  • Referenzen und Empfehlungen von namhaften Experten oder Prominenten

Eigene Autorität beweisen

Auch interne Autoritäten lassen sich für den Vertrauensaufbau nutzen, indem Sie gegenüber den Interessenten die eigene Autorität untermauern. Die wichtigsten Anwendungen sind:

  • Auszeichnungen
  • Ausserordentliche Erfolge
  • Langjährige Erfahrung
  • Personen des Unternehmens mit hervorragendem Knowhow

Reputation

Wenn Marce, unser Maschinenbauingenieur, sich beim Besuch auf der Website eines Zulieferers daran erinnert, dass er kürzlich ein Interview von einem Mitarbeiter dieses Unternehmens über innovative Produktentwicklung in einem Fachmagazin gelesen hat, steigt das Vertrauen in das Unternehmen schlagartig. Dabei sprechen wir vom Reputations-Effekt.

Folgende drei Ansätze sind besonders erfolgversprechend, um Vertrauen mit dem Reputations-Effekt aufzubauen:

Content Marketing

Wenn Sie regelmässig hochwertige Blogartikel über Themen schreiben, die Ihre Interessenten beschäftigen, dann erhöhen Sie damit die Chance, von diesen als Autorität angesehen zu werden.

Guestblogs

Neben dem eigenen Blog ist es auch ratsam, bei anderen wichtigen Blogs rund im Ihr Thema ab und zu einen Artikel zu platzieren. Viele Blogger sind froh für entsprechende Anfragen. Vorausgesetzt, dass die angebotenen Artikel hochwertig und ausschliesslich für den Zielblog verfasst sind.

PR

Eine starke Medienpräsenz ich auch in  Zeiten der Digitalisierung noch immer eines der wirksamsten Mittel, um Reputation aufzubauen.

Checklist & praktische Anwendung

Sie kennen jetzt die Bedeutung des Vertrauens im Überzeugungsprozess und die wichtigsten Methoden dazu sind Ihnen bekannt. Zeit für einen Selbstcheck:

Versetzen Sie sich in die Lage eines wichtigen Interessenten. Betrachten Sie Ihre Website aus seiner Perspektive und beantworten Sie die folgende Frage:

  • Weckt diese Website Ihr Vertrauen in das Angebot und Unternehmen?

Falls Sie diese Frage klar mit Ja beantworten können, dann läuft die Funktion „Vertrauensbildung“ Ihrer Leadgenerierungs-Maschine bereits. Anderenfalls sollten Sie die Funktion genauer unter die Lupe nehmen und einen detaillierteren Check vornehmen:

1. Kognitives Vertrauen

Wenn Sie einen Interessenten fragen würden, anhand welcher Kriterien er einen Anbiter als vertrauenswürdig einstuft, würde er wahrscheinlich Kriterien für das kognitive Vertrauen aufzählen:

  • Kann ich  glauben, was der Anbieter auf der Website schreibt?
  • Kann der Anbieter beweisen, dass er über das nötige Knowhow verfügt?
  • Kann ich mich darauf verlassen, dass der Anbieter liefert, was er verspricht?

Betrachten Sie nun Ihre Website aus Zielgruppenperspektive und beantworten Sie folgende Frage:

  • Sind die zentralen Versprechen auf der Website pausibel belegt?

Falls nicht, sollten Sie diese Belege ergänzen.

Tipps und Beispiele:

  • Case Studies eignen sich hervorragend, um Aussagen zu belegen
  • Garantien machen Nutzenversprechen ebenfalls vertrauenswürdiger
  • Einblicke in die Vorgehensweise helfen ebenfalls, kognitives Vertrauen aufzubauen

2. Emotionales Vertrauen

Oft ist emotionales Vertrauen entscheidender als das kognitive. Dabei handelt es sich um Vertrauen auf der Gefühlsebene.

Betrachten Sie Ihre Website aus Zielgruppenperspektive und beantworten Sie folgende Fragen:

  • Zeigt die Website, dass die Sicherheit des Kunden gewährleistet ist?
  • Zeigt die Website, dass das Unternehmen seine Kunden und Interessenten wertschätzt?
  • Spürt der Interessent, dass er später als Kunde gut umsorgt werden wird?

Falls nicht, dann sollten Sie daran arbeiten.

Tipps und Beispiele:

  • Betonen Sie Ihren Kundensupport und zeigen Sie eine entsprechende Telefonnummer an
  • Zeigen Sie dem Interessenten, an welche Menschen er sich im Unternehmen wenden kann
  • Reagieren Sie schnell und kompetent auf Kontaktanfragen

3. Social Proof

Menschen tendieren dazu, im Einklang mit anderen Menschen zu handeln. Deshalb ist Social Proof bei der Leadgenerierung wirksames Instrument.

Betrachten Sie Ihre Website aus Zielgruppenperspektive und beantworten Sie folgende Frage:

  • Bestätigt die Website dem Interessent explizit, dass viele andere Interessenten in seiner Situation Kontakt aufgenommen haben und dies wieder tun würden?

Falls nicht, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung, um die Leadgenerierung mit Social Proof anzukurbeln:

Tipps und Beispiele:

  • Testimonials: Kundenzitate mit Bild und Funktion des Kunden
  • Social Media: Dem Interessenten zeigen, wie vielen User Ihr Unternehmen gefällt
  • Bewertungen: Mit guten Bewertungen beweisen Sie, dass andere Kunden überdurchschnittlich zufrieden sind
  • Zahlen zu Bestsellern, Kunden, Subscribers: Zeigen Sie, wie viele Interessenten sich bereits für Sie entschieden haben

4. Autorität

Menschen vertrauen anderen Menschen fast blind, wenn sie diese als Autoritäten anerkennen. Von diesem Effekt können Sie bei der Leadgenerierung profitieren, indem Sie sich von Autoritäten empfehlen lassen oder sich selber um Autoritäten-Status bemühen.

Betrachten Sie Ihre Website aus Zielgruppenperspektive und beantworten Sie folgende Fragen:

  • Zeigt die Website, dass anerkannte Autoritäten auf dem Gebiet das Angebot für gut befinden?
  • Zeigt die Website, dass die Anbieter Experten auf ihrem Gebiet sind?

Falls nicht, sollten Sie daran arbeiten.

Tipps und Beispiele:

  • Zeigen Sie alle verfügbaren Labels, Zertifikate und Qualitätsbestätigungen von unabhängigen Stellen
  • Lassen Sie sich von Experten empfehlen
  • Listen Sie Auszeichnungen, besondere Erfolge und langjährige Erfahrungen auf

5. Reputation

Wer über eine hohe Reputation in der Branche verfügt, dem fällt die Leadgenerierung viel einfacher.

Betrachten Sie deshalb Ihre Kommunikationsstrategie und fragen Sie sich, ob Sie genügend tun, um sich eine Reputation aufzubauen oder diese zu pflegen.

Falls nicht, dann haben Sie folgende Möglichkeiten:

Tipps und Beispiele:

  • Content Marketing/Bloging
  • PR
  • Guestblogs

Wir hoffen, dass Sie mit diesen Tipps leichter das Vertrauen Ihrer Kunden gewinnen und so noch mehr Leads generieren und Onlineverkäufe steigern.

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